Bauinvestitionen im Aargau steigen erneut an
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Ergebnisse der Baustatistik 2006/2007
Die Bauausgaben des Jahres 2006 haben gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent zugenommen. Angesichts der gemeldeten Bauvorhaben dürfte die Zunahme für das Jahr 2007 aber markanter ausfallen.
Gemäss den Resultaten der Baustatistik belaufen sich die Bauausgaben im Aargau für das Jahr 2006 auf insgesamt 3'584 Mio. Franken. Dies ergibt, verglichen mit dem Vorjahreswert von 3'539 Mio. Franken, eine Zunahme von 1,3 Prozent. Der öffentliche Bau hat gesamthaft von 872 auf 1'005 Mio. Franken zugenommen. Dies entspricht einer Steigerung von 15,3 Prozent. Mit einem Rückgang von 88 Mio. Franken oder 3,3 Prozent haben dagegen die Bauausgaben für den privaten Bau leicht abgenommen und betragen neu 2'579 Mio. Franken. Die Abnahme ist vorwiegend auf den Wohnungsbau (-71 Mio. Fr. beziehungsweise -3,7 Prozent) zurückzuführen. Aber auch der Industriebau und der übrige private Bau haben gegenüber dem Vorjahr leicht abgenommen. Der Rückgang betrug beim Industriebau 11 Mio. Franken (-2,1 Prozent) und beim übrigen privaten Bau 6 Mio. Franken (-3,0 Prozent).
Aufgrund der gemeldeten Bauvorhaben, welche wertmässig gegenüber dem Vorjahr um rund 13 Prozent höher liegen, ist für 2007 gesamthaft mit einer markanten Zunahme der Bauausgaben zu rechnen. Die Zunahme dürfte vor allem den privaten, aber auch den öffentlichen Bau betreffen.
Von Seiten der privaten Auftraggeber ist davon auszugehen, dass einzig die Bauinvestitionen der privaten Haushalte abnehmen werden, während institutionelle Anleger wie Immobiliengesellschaften, Wohnbaugenossenschaften sowie private Elektrizitäts- und Gaswerke zum Teil deutlich mehr investieren dürften.
Beim öffentlichen Bau ist seitens Bund und Kanton mit einer Steigerung des Investitionsvolumens zu rechnen, während die von den Gemeinden ausgehenden Bauausgaben stagnieren oder leicht abnehmen dürften.
Trotz der Abnahme des Investitionsvolumens beim Wohnungsbau hat die Zahl der neu erstellten Wohnungen markant zugenommen. So wurden im vergangenen Jahr im Kanton Aargau 4'170 neue Wohnungen erstellt. Dies sind 552 Einheiten oder 15,3 Prozent mehr als im Jahr 2005. Von den neu erstellten Wohnungen waren rund 33 Prozent oder 1'360 Einfamilienhäuser.
Trotz der bedeutend höheren Wohnungsproduktion stieg im Aargau der Leerwohnungsbestand (gemessen jeweils am 1. Juni) im laufenden Jahr nur leicht an. Der Bestand der leer stehenden Wohnungen ist um 98 Einheiten auf 3'932 Wohnungen angewachsen. Die Leerwohnungsziffer stieg damit gegenüber dem Vorjahr um lediglich 0,01 Prozentpunkte auf 1,51 Prozent. Der leichte Anstieg ist auf Wohnungen zurückzuführen, die älter als zwei Jahre sind (+123 Einheiten beziehungsweise +3,7 Prozent), während die Zahl der Leerwohnungen in Neubauten gegenüber dem Vorjahr um 25 Einheiten oder 4,6 Prozent rückläufig war. 15,2 Prozent der leer stehenden Wohnungen (598) sind Einfamilienhäuser, die zur Dauermiete oder zum Verkauf ausgeschrieben sind.