Baregg: Ab 10. März nachts wieder beide Röhren offen!
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Einsparung von 3 Wochen Bauzeit unter Einhaltung der Qualität
Die nächtliche Sperrung einer Röhre am Baregg gehört bald der Vergangenheit an. Die Bauleute beenden die Arbeiten in der Röhre Richtung Zürich am Samstagmorgen. In der kommenden Woche wechseln die Bauarbeiter in die Röhre Richtung Bern, um Restarbeiten vorzunehmen. Danach gilt wieder freie Fahrt in beiden Tunnelröhren bis Ende 2003. Nach der provisorischen Eröffnung der 3. Röhre muss das Baudepartement je eine der beiden Tunnelröhren während einiger Monate ganztags sperren.
10 % kürzere Bauzeit
Das ursprüngliche Bauprogramm sieht einen Bauabschluss Ende März 2001 vor. Jetzt gilt bereits ab der Nacht vom 10./11. März 2001 freie Fahrt durch beide Tunnelröhren. Zeitgerechte Planung, umsichtige Arbeitsvorbereitung, Optimieren der Arbeitsprozesse, minuziöse Qualitätsüberwachung und eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen Unternehmung, Bauleitung und Bauherr führen zu dieser Bauzeitverkürzung von 3 Wochen. Der Unternehmer erhält für jeden eingesparten Arbeitstag 10'000 Franken Bonus.
Kosteneinsparungen
Trotz Mehrarbeiten - zusätzlicher Bau von drei Verbindungsstollen zur dritten Röhre - kann die vor drei Jahren vom Regierungsrat bewilligte Vergabesumme von 32.8 Mio. Fr. um rund 10 % unterboten werden. Kostengünstigere Lösungen während der Bauausführung, bessere geologische Verhältnisse für den Bau der Querstollen unterhalb der Tunnelröhren sowie das Ausbleiben von unliebsamen Überraschungen sind die Gründe dafür. In den Kosten sind neben der Umgestaltung der Tunnelröhren der Werkleitungs- und die Querstollen, das Untergeschoss der Betriebszentrale Ost, die unterirdische Betriebszentrale West sowie der Sondierstollen der 3. Röhre enthalten. Das Bundesamt für Strassen trägt 84 % der Baukosten, den Rest der Kanton Aargau.
Neue Einrichtungen für die Sicherheit
Im April 1999 begann der Vortrieb des Werkleitungsstollens. Vor acht Monaten haben 50 Bauleute mit den Arbeiten in den Tunnelröhren begonnen. Heute ist die Tunnelanlage mit den neuen Einrichtungen auf dem neusten Stand der Technik: Einbau von SOS-Nischen inkl. Notruftelefone und Hydranten alle 150 Meter, Schlitzrinnen und Schächten (Massnahme gegen Brandausbreitung und Explosionsgefahr), Brandnotleuchten und neue Randsteine.
Erneuerung der Anlage geht weiter - ohne Tunnelsperrungen bis Ende 2003
Die betriebs- und sicherheitstechnischen Einrichtungen werden etappenweise erneuert. Weil die Betriebssicherheit des Tunnels jederzeit gewährleistet sein muss, können die alten Anlagenteile erst ausser Betrieb genommen werden, wenn die neuen funktionstüchtig sind. Im Mai 2001 werden die Kabel für die Notruftelefone und Brandnotleuchten im Werkleitungsstollen verlegt und diese Systeme in Betrieb genommen.
3. Röhre möglichst rasch provisorisch in Betrieb nehmen
Nach der provisorischen Eröffnung der dritten Röhre - voraussichtlich Ende 2003 - muss je eine der beiden bestehenden Tunnelröhren ganztags gesperrt werden, um grossräumigere Arbeiten zu erledigen, die man nicht in nächtlichen Tunnelsperrungen ausführen kann. Dazu gehören ein neues Lüftungssystem, neue Beleuchtung und Signale, das Erneuern der Wandbeschichtung mit einem hellen Schutzanstrich sowie das Ersetzen des Belages. Für diese Arbeiten ist rund ein Jahr geplant, so dass ab Ende 2004 endgültig freie Fahrt am Baregg gilt. Bis dann liefert www.baregg.ch laufend aktuelle Infos zur Bau- und Verkehrssituation.