Ausfahrt Aargau: Wer "fährt" mit?
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500 Beteiligte für Kantonstag an der Expo.02 gesucht
"Ausfahrt Aargau" heisst das Projekt für den Aargauer Tag vom 1. Juni 2002 an der Expo.02 auf der Arteplage Neuenburg. Rund 500 Beteiligte sind gefragt, um die überraschende Inszenierung des Aargaus zu realisieren.
Am 19. Januar stellten Regierungsrat Ernst Hasler, Staatsschreiber Marc Pfirter und Projektleiterin Katja Gentinetta die "Ausfahrt Aargau" vor, das Projekt für den Aargauer Kantonstag vom 1. Juni 2002 an der Expo.02. Der Aargau macht sich sein Image als Autobahn-Kanton zu Nutze, um zu zeigen, dass es in diesem Kanton hinter den Ausfahrten von A1 und A3 viel zu entdecken gibt. "Ausfahrt Aargau", das Motto des Kantonaltags, steht aber auch für einen selbstbewussten Aufbruch des viertgrössten Schweizer Kantons in die Zukunft.
Regierungsrat Ernst Hasler: "Wenn sich der Aargau in einer überraschenden und erfrischenden Form präsentiert, so möchten wir der Schweiz zeigen, dass der Aargau attraktiv, lebenswert und äusserst reich ist an Ideen ist und darüber hinaus eine hervorragende und vielfältige Infrastruktur hat." Für seinen Auftritt am 1. Juni 2002 stellt der Kanton 1,5 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds zur Verfügung. 100'000 Franken sollen durch Sponsoring aufgebracht werden.
Gross-Choreographie mit 500 Personen
Augenfällig werden Aufbruchsgeist und Entdeckerfreude durch eine ganztägige, die ganze Arteplage bespielende Gross-Choreographie mit Tanz, Musik und Strassentheater unter der Leitung von Regisseur Tom Ryser und Theater-Musiker Christoph Baumann. Die Projektleitung sucht dafür im ganzen Kanton 500 Mitwirkende aus allen Sparten: Chöre, Trachtengruppen, Rock- und Blasmusiken, Turnvereine, Theaterleute, Schulklassen u.a.m. - kurz: Gruppen und Einzelfiguren, die sich für eine spannende Arbeit mit einem mitreissenden Regisseur interessieren. Via http://www.ag.ch/expo-02 oder Telefon 062 835 12 67 können sich Interessierte informieren. Auch die Fragebogen für Interessierte liegen ab Montag auf allen Gemeindekanzleien im Aargau auf.
Klischee widerlegen
Projektleiterin Katja Gentinetta: "Eine Landesausstellung gibt es für jede Generation nur einmal, und diese Chance müssen wir packen." Als Kanton, den Nicht-Aargauerinnen und -Aargauer meist nur von der Durchfahrt her kennen, habe der Aargau das wenig schmeichelhafte Image des Durchschnitts- und ehemaligen Untertanen-Kantons. Diese starken Mythen sollen getreu dem Expo-Thema "Mythos und Gegenwart" ganz direkt aufgegriffen und widerlegt werden. Katja Gentinetta: "Der Aargau soll sich als Autobahnkanton inszenieren - und zwar selbstbewusst, überraschend und ungewohnt. Denn nicht zuletzt ist er ja auch der Kulturkanton."
Das Autobahn-Klischee wird bereits mit dem Logo ausgebremst: Ein vermeintliches Autobahn-Ausfahrtsschild nennt die drei Aargauer Ortschaften "Obermumpf, Vordemwald, Bünzen" (die in Wirklichkeit keinen Autobahn-Anschluss haben). Katja Gentinetta: "Anstelle des Grossen, Bekannten und Wichtigen steht hier das Kleine, Unbekannte, Fremde. Die drei Ortschaften, exemplarisch für die unbekannte Vielfalt des Kantons, erhalten eine neue Bedeutung. Sie werden zur Melodie."
Neben der Gross-Choreographie erhalten Aargauer Wirtschaft, Landwirtschaft, Gastronomie und Bildung unter dem Motto "Rastplatz" die Möglichkeit, sich am Aargauer Tag der Expo.02 auf der Arteplage von Neuenburg zu präsentieren.