Ausbau der Kantonsstrasse und des Amphibienschutzes zwischen Habsburg und Windisch
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Bauarbeiten starten im Juli 2019 und dauern rund ein Jahr
Die Arbeiten für die Sanierung der Kantonsstrasse (K 401) zwischen Habsburg und Windisch werden am 1. Juli 2019 in Angriff genommen. Geplant sind aber nicht nur eine Belagssanierung und die Verbreiterung der Strasse, sondern auch umfangreiche Schutzmassnahmen für Amphibien. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Juni 2020.
Die Kantonsstrasse (K 401) vom Dorfausgang Habsburg bis zum Anschluss an die künftige Südwestumfahrung Brugg wird ab 1. Juli 2019 saniert und ausgebaut. Auf einer Länge von rund zwei Kilometern wird die Strassenbreite auf einheitliche 5,50 Meter ausgebaut. Um sichere Verhältnisse auch für die Begegnungsfälle mit Lastwagen und Bussen zu gewährleisten, werden beidseitig überfahrbare Bankette realisiert. Die Strassensanierung erfolgt im sogenannten Hocheinbau. Das heisst, dass die bestehende Strasse im Kern bestehen bleibt, aber mit Randverstärkungen für die Verbreiterungen und mit zwei Belagsschichten ergänzt wird. Die Methode ist nicht nur kostengünstig, sondern kann auch schnell realisiert werden.
Der Binsenweiher in Habsburg gehört zu den wichtigsten Amphibienzugsorten im Kanton Aargau. Deshalb sind entlang der Kantonsstrasse, auf einer Länge von rund 600 Metern, Schutzmassnahmen für Amphibien vorgesehen. Bereits im 2010 wurde ein wichtiger Korridor zum Binsenweiher auf einer Länge von 500 Metern mit Leiteinrichtungen und Durchlässen gesichert. Obwohl der Unterhaltsdienst der Kantonsstrasse jedes Jahr ergänzend umfangreiche Amphibienschutznetze aufstellt und Freiwillige die Tiere während Wochen einsammeln, ist der Schutz der Amphibien im Bereich der Kantonsstrasse nicht ausreichend. Zum einen, weil sich der Laichzug in den letzten Jahren nicht mehr auf nur wenige Wochen konzentriert, und zum anderen, weil sich das Einzugsgebiet wesentlich vergrössert hat und mittlerweile den ganzen Habsburgerwald betrifft.
Mit den geplanten Leitbauwerken, die entlang der Bankette angeordnet werden, den 16 Durchlässen der Strasse sowie den Amphibien-Stopprinnen im Bereich der einmündenden Forststrassen, können die Tiere in Zukunft umfassend geschützt werden. Für die Realisierung des Strassenbaus und der Amphibienschutzmassnahmen werden rund 3'200 Quadratmeter Wald beansprucht, wovon ca. 800 Quadratmeter im Habsburgerwald definitiv gerodet und dafür in Böttstein entsprechend aufgeforstet werden.
Unterbruch der Arbeiten von Dezember 2019 bis Mai 2020
Die Arbeiten werden am 1. Juli 2019 von der Aarvia AG, Würenlingen, in Angriff genommen. Um die Bauzeit zu verkürzen, werden zeitweise bis zu drei Equipen gleichzeitig eingesetzt. Gemäss Bauprogramm werden die Randverstärkungen, Verbreiterungen und Amphibienschutzmassnahmen bis Ende Dezember 2019 realisiert. Danach erfolgt ein Unterbruch bis im Mai 2020.
Von Mai bis Juni 2020, wenn die Temperaturen und Witterung Belagsarbeiten zulassen, werden die zwei Belagsschichten auf der verbreiterten und verstärkten Strasse eingebaut. Die Kosten für das Vorhaben, das vom Ingenieurbüro Steinmann Ingenieure und Planer AG, Brugg, geleitet wird, belaufen sich auf drei Millionen Franken und gehen ganz zu Lasten Kanton.