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Aus dem KIGA wird das AWA :
Mehr Effizienz und Kundennähe

Die Optimierung der Organisation bringt dem KIGA neue Strukturen, Arbeits- und Entscheidungsabläufe. Um dies auch nach aussen zu zeigen, heisst das KIGA neu "Amt für Wirtschaft und Arbeit - AWA".

Vor rund einem Jahr hat das kantonale Industrie-, Gewerbe- und Arbeitsamt (KIGA) die umfassende Optimierung seiner Organisation in Angriff genommen (Projekt "KIGAnova"). An einer Medienkonferenz stellte heute Landammann Kurt Wernli mit Genugtuung fest, dass die wesentlichen Ziele erreicht worden sind.

Aufgrund der sinkenden Arbeitslosenzahlen sind die regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) in Frick, Lenzburg, Menziken, Muri, Wettingen und Zurzach geschlossen worden. Die Mitarbeiterzahl der RAV ist - ohne eine einzige Kündigung durch den Arbeitgeber - innerhalb eines Jahres um 42 Personen (d.h. 32 Prozent) gesunken.

Die verbleibenden RAV in Aarau, Baden, Brugg, Rheinfelden, Wohlen und Zofingen übernehmen Aufgaben, die bisher zentral in Aarau ausgeführt worden sind. Das wertet sie zu arbeitsmarktlichen Kompetenzzentren auf. Künftig entscheiden die RAV selber, ob jemand an einem Kurs oder an einem Beschäftigungsprogramm teilnehmen kann. Sie entscheiden neu auch darüber, ob jemand wegen Pflichtversäumnissen (z.B. mangelnde Bemühungen um eine Stelle) mit Sperrtagen bestraft werden muss. Auch die Arbeits- und Entscheidungsabläufe - vor allem das Anmeldeverfahren - sind gestrafft worden.

Alle diese Neuerungen werden die Effizienz bei der Wiedereingliederung von Stellenlosen und den Kundendienst generell verbessern. Landammann Wernli ist überzeugt, dass es auch bei guter Beschäftigungslage die RAV und die arbeitsmarktlichen Massnahmen braucht. Ohne sie wären die von einem Stellenverlust Betroffenen viel länger arbeitslos als sie es heute sind, d.h. die Arbeitslosigkeit wäre insgesamt höher.

Eine wichtige Aenderung ist auch die Zusammenfassung der RAV, der Sektion Arbeitsmarktliche Massnahmen und der Amtsstelle Arbeitslosenversicherung in der neuen Sektion Arbeitsmarktliche Integration. Deren Leiter, Guido Pfister, erläuterte die einzelnen Phasen des Optimierungsprozesses und wies auf die hohen Anforderungen hin, die insbesondere an die Personalberaterinnen und -berater inskünftig gestellt werden. Nach den anfangs April 2001 eingeführten Neuerungen wäre jetzt eine Phase der Konsolidierung nötig. Eine solche wird es, wie AWA-Leiter Hermann Engler betonte, nicht geben. Der Veränderungsprozess geht weiter. Das nun anlaufende Projekt "flächendeckende Einführung von WOV" ist im Grunde genommen die konsequente, die gesamte Kantonsverwaltung umfassende Weiterführung des Projekts "KIGAnova".

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