August-Hochwasser sehr gut bewältigt
:
Positive Analyse des Regierungsrats und Dank an alle Beteiligten
Bei der Hochwasserbewältigung vom August dieses Jahres wurde auf allen Stufen bei Kanton, Gemeinden und in den Regionen sehr gute Arbeit geleistet. Dieses positive Fazit zieht der Aargauer Regierungsrat nach einer Analyse der Ereignisbewältigung.
Vom August-Hochwasser betroffen waren rund 50 Aargauer Gemeinden, namentlich an der Reuss (oberes Reusstal und Windisch), an der Limmat (Wettingen) und an der Wigger (Brittnau). Bei der Bewältigung der unterschiedlichsten Situationen - Auspumpen, Sandsacksperren, Damm- und Brückenüberwachungen bis zu Evakuationen in gefährdeten Gebieten - leisteten die Partnerorganisationen des Bevölkerungsschutzes (Polizei, Feuerwehr, Gesundheitswesen, Technische Betriebe und Zivilschutz) hervorragende Arbeit zum Schutz von Mensch, Tier und Infrastrukturen. Punktuell wurden sie dabei in rascher und unkomplizierter Weise durch die Armee unterstützt. Koordiniert wurden die verschiedenen Arbeiten durch den Kantonalen Führungsstab KFS sowie durch kommunale oder regionale Führungsorgane.
Dank an die Beteiligten
In seiner Analyse kommt der Regierungsrat zum Schluss, dass die nach dem Hochwasser von 1999 eingeleiteten Hochwasserschutzmassnahmen und die gezielte und effiziente Arbeit aller Einsatzkräfte den Kanton Aargau vor verheerenden Schäden verschont haben. Die Aargauer Regierung dankt - auch im Namen der Bevölkerung - allen Einsatz- und Führungskräften sowie den zuständigen Stellen der Armee.
Erkenntnisse und Folgerungen für die Zukunft
Die auf den 1. Januar dieses Jahres an die Erfordernisse des Bevölkerungsschutzes angepasste, schlankere und einfachere Struktur des Kantonalen Führungsstabes KFS hat sich beim ersten Ernsteinsatz seit der Reorganisation bewährt. Die Anpassungen aufgrund der gemachten Erfahrungen beschränken sich auf wenige Massnahmen: Der Kantonale Führungsstab braucht eine geringfügige personelle Verstärkung. Weiter hat sich gezeigt, dass die Räumlichkeiten im Polizeikommando nicht genügen. In diesem Zusammenhang hat der Regierungsrat den Auftrag erteilt, Projektvarianten für eine Zusammenlegung aller kantonalen Einsatzzentralen inklusive den notwendigen Führungsräumen für den KFS auszuarbeiten. Und schliesslich soll auch eine webbasierende Informationsinfrastruktur zur Verbesserung der Warnung und Information der betroffenen Gemeinden, der Bevölkerungsschutzregionen und Regionalen Führungsorgane (RFO) geschaffen werden.