Auf dem Weg zum elektronischen Patientendossier
:
Regierungsrat hat Kleinkredit für eHealth-Programm genehmigt
Langfristig mehr Sicherheit für Patientinnen und Patienten, eine bessere Versorgungsqualität und mehr Effizienz im Gesundheitswesen: Der Regierungsrat will eHealth in den kommenden drei Jahren aktiv bewirtschaften. Ziel ist das elektronische Patientendossier.
Die Patientinnen und Patienten machen es vor: Sie sind aktive Nutzerinnen und Nutzer des Internets, wenn es um Informationen zu Gesundheit und Krankheit geht. Sie kommunizieren mit anderen Patientinnen und Patienten und mit der Ärzteschaft in Gesundheitsportalen und virtuellen Sprechstunden. Sie tauschen Gesundheitsdaten aus und sind aktiv am Management ihrer Gesundheit beteiligt. Zum Beispiel auch im Rahmen eines künftigen, persönlichen, digitalen Patientendossiers. Die eHealth-Strategie des Bundes zielt auf diese Patientinnen und Patienten ab. Sie stellen freiwillig und mithilfe ihrer Ärztin und ihres Arztes ihre relevanten medizinischen Daten für eine weitere Nutzung durch die Ärzteschaft ihrer Wahl im eHealth-System zur Verfügung. Dieses elektronische Patientendossier (ePatientendossier) ist der eigentliche Kern der eHealth-Stategie Schweiz. Auf dem Weg zum ePatientendossier will der Kanton Aargau nun die notwendigen rechtlichen und, gemeinsam mit Partnern, die organisatorischen Rahmenbedingungen schaffen. Der Regierungsrat hat den entsprechenden Kleinkredit genehmigt und damit den Weg für Pilotprojekte frei gemacht.
Der Kanton Aargau hat aufgrund der bereits bestehenden Empfehlungen des eHealth-Koordinationsorgans Bund-Kantone (ehealthsuisse) und einer eigenen, aktuellen Umfrage bei den Leistungserbringern im Aargau eHealth-Handlungsfelder definiert (Rechtliche Grundlagen und Datenschutz, Standards und Architektur, Umsetzung und Finanzierung, Ausbildung und Qualität sowie Information und Kommunikation). Die Zielsetzungen in diesen Handlungsfeldern will der Kanton gemeinsam mit den Akteuren im Gesundheitswesen erreichen. Dabei baut der Kanton auch auf bestehende eHealth-Modelle und -Lösungen in anderen Kantonen sowie auf die Zusammenarbeit mit ehealthsuisse auf.