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Auf dem Weg zu einer neuen Alterspolitik :
Erster kantonaler Alterskongress lotete Perspektiven aus

Wie soll die Alterspolitik des Kantons Aargau künftig aussehen? Dieser Frage näherten sich heute Samstag die knapp 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten kantonalen Alterskongresses in Aarau an. Der Kongress stand unter dem Titel „60 plus – na und?“

Für Regierungsrätin und Landstatthalterin Susanne Hochuli ist klar: "60 plus bedeutet für mich, dass das Alter kein Zustand mehr ist, der ein Defizit beschreibt, sondern eine Entwicklung, die neue Möglichkeiten eröffnet. Sie sollen keine Vision bleiben, sondern Realität bleiben. Dafür braucht es eine neue Alterspolitik im Kanton Aargau", sagte die Vorsteherin des Departements Gesundheit und Soziales (DGS) zum Auftakt des Alterskongresses, den das DGS in Zusammenarbeit mit der Staatskanzlei und dem Forum für Altersfragen organisierte und durchführte. Eine Sicht der Dinge, die Prof. Pasqualina Perrig-Chiello, Stiftungsrätin von Pro Senectute Schweiz, in ihrem Referat über die Herausforderungen und Chancen der demografischen Entwicklung und des Alter(n)s teilte: "Die Lebenserwartung ist in der Schweiz eine der höchsten weltweit. Trotzdem wird das Alter vielfach als Problem dargestellt. Die Stärken und Ressourcen werden dagegen kaum wahrgenommen." Ein Perspektivenwechsel sei vor diesem Hintergrund im Interesse aller längstens fällig.

Ausgewählte Fragen zum Altern bearbeitet

Den Perspektivenwechsel loteten die knapp 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Folge in zwölf Ateliers mit ausgewählten Fragen zum Thema Altern aus. Dabei ging es zum Beispiel um die Rolle des Kantons bei der Steuerung der Alterspolitik, den Gestaltungsspielraum der Gemeinden in der kommunalen Alterspolitik, die Umsetzung des Grundsatzes "ambulant vor stationär", die sich verändernden Lebensstile im Alter, die Rolle von professionellen Pflegekräften und von pflegenden Angehörigen sowie um den Aufbau von altersgerechten Infrastrukturen Verkehr, Mobilität, Wohnen als Stichworte. Die Resultate der Ateliers dienen nun in der Nachbearbeitung als Empfehlungen für die Erarbeitung der neuen Alterspolitik.

Möglichst rasch, möglichst konkret

Wie es nach dem ersten kantonalen Alterskongress weiter gehen wird, skizzierte Landammann Urs Hofmann zum Abschluss der Tagung: "Nun gilt es, die gewonnenen Erkenntnisse in ein kantonales Altersleitbild umzusetzen und Empfehlungen für eine künftige Alterspolitik zu formulieren." Hofmann machte deutlich: "Wir haben uns zum Ziel gesetzt, möglichst rasch konkrete Lösungen vorzuschlagen und entsprechende Massnahmen umzusetzen." Vor diesem Hintergrund wird der Alterskongress in zwei Jahren neuerlich einberufen, um den mit der ersten Tagung lancierten Prozess weiter zu gestalten und zu konkretisieren. Der Landammann schloss denn auch mit einem Satz des chinesischen Philosophen Laotse: "Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut." Und weiter: "Wir stimmen mit Laotse weiter überein, wenn er sagt, dass auch der längste Marsch mit dem ersten Schritt beginne. Hofmann wörtlich: "Die heutige Konferenz war ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer kohärenten Alterspolitik: Ein erster kleiner Schritt für uns alle, aber ein grosser Schritt für die Alterspolitik im Kanton Aargau."

  • Departement Gesundheit und Soziales