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Arbeitslosenquote stagniert bei 3,0 Prozent :
Arbeitsmarkt im ersten Halbjahr 2015 unter Druck

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Kanton Aargau im Juni leicht zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote stagniert bei 3,0 Prozent. In der gesamten Schweiz sank die Quote um 0,1 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent.

Bei den sechs Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) und bei der Pforte Arbeitsmarkt waren Ende Juni 10'349 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 66 weniger als Ende Mai, aber 876 mehr als im Juni des Vorjahrs.

Die Zahl der Stellensuchenden stieg um 76 auf 14'513. Das sind 1'289 mehr Stellensuchende als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Zunahmen bei den Stellensuchenden sind seit Januar 2015 vor allem in der Industrie, im Grosshandel, der Gastronomie und in der Logistik zu verzeichnen. Auf dem Bau war die saisonale Abnahme der Zahl der Stellensuchenden weniger stark ausgeprägt als in den Vorjahren.

Die Zahl der von den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern gemeldeten Stellen erreichte Ende Juni 1'262. Das sind acht Stellen mehr als Ende Mai, aber 738 weniger als im Vorjahr. Gemäss den aktuellsten verfügbaren Zahlen mussten die Arbeitslosenkassen im April 212 Personen mit Wohnsitz im Aargau aussteuern.

Durchschnittliche Suchdauer von 242 Tagen

Ende Juni waren 1'252 Jugendliche oder junge Erwachsene unter 25 Jahren arbeitslos. Das sind 14 weniger als Ende Mai. Die Arbeitslosenquote in dieser Altersklasse stagniert im Vergleich zum Vormonat bei 2,6 Prozent. Bei den 25- bis 49-Jährigen waren 6'218 Personen (-92) arbeitslos gemeldet oder 3,1 (-0,1) Prozent ohne Arbeit. Bei den über 50-Jährigen waren 2'879 (+40) oder 2,9 (+0,1) arbeitslos gemeldet.

Die Personen, die sich im Juni von den RAV abgemeldet haben, waren im Durchschnitt 242 (+3) Tage lang angemeldet. Es gibt grosse Unterschiede zwischen den einzelnen Altersgruppen: Die 15- bis 24-Jährigen waren 148 (+/-0,0) Tage auf Stellensuche, die 25- bis 49-Jährigen 244 (+8) und die über 50-Jährigen 350 (+4) Tage.

Weniger Kurzarbeit

Im Juni haben 19 Betriebe Kurzarbeit beantragt. Das sind fünf weniger als im Vormonat. Die meisten Unternehmen, die Kurzarbeit anmelden, geben als Grund Probleme mit dem starken Franken an.

In den neu gemeldeten Betrieben sind potenziell 202 Mitarbeitende von Kurzarbeit betroffen. Derzeit liegt mit den Bewilligungen aus den Vormonaten für 1'299 Personen eine Bewilligung zur Einführung von Kurzarbeit vor. Das sind 270 Personen weniger als im Vormonat. Erfahrungsgemäss schöpfen die Betriebe diese Bewilligungen nicht für alle Mitarbeitenden aus.

  • Departement Volkswirtschaft und Inneres