Am 30. Juni waren noch 63 Stellen offen
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BKS: Liste mit Notmassnahmen gegen den Lehrermangel
Was tun, wenn die Klasse nach den Sommerferien tatsächlich ohne Lehrkraft ist? Das Departement für Bildung, Kultur und Sport (BKS) empfiehlt den Schulen verschiedene Notmassnahmen.
Am 30. Juni waren in 39 von 232 Gemeinden noch 63 Stellen offen, 56 weniger als Ende Mai, 13 mehr als vor einem Jahr. Das BKS hat im Inland und Ausland nichts unversucht gelassen, um den Gemeinden bei der Stellenbesetzung behilflich zu sein. Das BKS hat zudem den Schulpflegen und Schulleitungen einen Katalog von möglichen Notmassnahmen zugestellt. Falls Notmassnahmen erforderlich sind, werden diese zusammen mit den Schulpflegen organisiert und begleitet.
Notmassnahmen bei unbesetzten Stellen
Es muss damit gerechnet werden, das trotz gemeinsamer Anstrengungen der Schulpflegen und des BKS vereinzelte Stellen oder Pensen am 13. August 2001 noch unbesetzt sein könnten. Deshalb hat das Departement wie angekündigt einen Katalog möglicher Massnahmen an die Schulpflegen und Inspektorate versandt.
Der Katalog enthält Planungs-Grundsätze, damit die Qualität der Schule weitgehend erhalten bleibt.
Mögliche Notmassnahmen sind:
. Personalressourcen feststellen
. Zusammenlegen von Lektionen
. Reduktion des Halbklassenunterrichtes
. Reduktion von Wahlpflichtfächern
. Konzentrierte Erteilung einzelner Fächer
. Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden
. Auflösung und Verteilung von Abteilungen
. Streichung von Wahlfächern
. Begleiteter Einsatz von Berufsleuten und Studierenden ohne pädagogisches Diplom
. Reduktion des wöchentlichen Pflichtpensums
. Schulausfall von Abteilungen im Turnus
. Kompensationslösungen für Lehrpersonen
Zu diesen Vorschlägen sind verschiedene Beispiele aufgelistet. Die Schulpflegen und Schulleitungen sind aufgefordert, weitere kreative Lösungen zu suchen und mitzuteilen.
Koordinierte Inserate
Vom BKS-Angebot koordinierter Stelleninserate haben 42 Gemeinden Gebrauch gemacht. Die Inserate wurden in verschiedenen Zeitungen in der Schweiz, in Süddeutschland, Oesterreich und im Südtirol veröffentlicht. Auch viele Lehrerbildungsanstalten, Bildungsministerien, Schulämter und Organisationen der Lehrerschaft wurden mit Inserattexten als Handzettel oder zum Aushang bedient. Die beteiligten Schulpflegen wurden mit Merkblättern zum Vorgehen bei der Anstellung von Lehrpersonen mit ausländischer Ausbildung bedient. Vor allem aus Oesterreich und aus Bayern sind sehr viele Anfragen eingegangen. Die Anstellungsverhandlungen laufen zur Zeit.
Einführungskurse in der letzten Ferienwoche
Für die neu eintretenden Lehrpersonen mit ausländischer Ausbildung und für Lehrpersonen, die wieder in den Schuldienst eintreten möchten, werden in der letzten Ferienwoche vom 6. bis 10. August 2001 durch die Lehramtsschule Kurse durchgeführt. Im Verlaufe des Jahres sind weitere gezielte Veranstaltungen vorgesehen. Die Lehrpersonen sollen während des Jahres durch eine erfahrene Lehrperson begleitet werden. Damit will das Department den Eintritt in den aargauischen Schuldienst erleichtern und den Schulen einen Teil der notwendigen Informationstätigkeit abnehmen.