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Alstom (Schweiz) AG: Pilotprojekt "Kurzarbeit mit Weiterbildung" erarbeitet :
Auflösung der Arbeitsgruppe Alstom (Schweiz) AG

Die Alstom (Schweiz) AG hat die per Anfang Februar 2004 eingeführte zeitlich befristete Kurzarbeit in der Schaufelfertigung in Birr per Ende März 2004 aufgehoben. In den vergangenen Monaten hat die Alstom mehrere Kraftwerksaufträge erhalten, die nun arbeitswirksam werden.

Im Dezember 2003 wurde auf Anregung von Bundespräsident Joseph Deiss eine Arbeitsgruppe Alstom (Schweiz) AG unter dem Vorsitz des aargauischen Regierungsrats Kurt Wernli eingesetzt, um neue zeitlich begrenzte Arbeitszeitmodelle, die der Erhaltung von Arbeitsplätzen und der Sicherung von Know-how dienen sollen, zu erarbeiten. Die Arbeitsgruppe setzt sich aus Mitgliedern der Geschäftsleitung von Alstom (Schweiz) AG, Personalvertretern, Verbänden und Vertretern eidgenössischer und kantonaler Verwaltungsstellen zusammen. Die Aufgabe der Arbeitsgruppe stand in Zusammenhang mit der damals noch laufenden Restrukturierung und dem Abbau von rund 470 Arbeitsstellen im Raum Baden/Birr. Diese im Spätsommer 2003 eingeleitete und heute weitgehend abgeschlossene Restrukturierungsmassnahme konnte mit deutlich weniger Kündigungen, als ursprünglich angenommen, umgesetzt werden.Seit Beginn des Jahres zeichnet sich bei Alstom eine Besserung der Auftragslage ab: Im ersten Quartal 2004 gingen mehrere Bestellungen für Gas- und Dampfturbinenkraftwerke sowie Servicegeschäfte ein, unter anderem ein Grossauftrag für Spanien. Dennoch war Alstom (Schweiz) AG gezwungen, Anfang Februar kurzfristig für 32 Mitarbeiter in der Schaufelfertigung in Birr Kurzarbeit einzuführen. Per Ende März 2004 konnte diese Massnahme wieder aufgehoben werden, da Bestellungen in der Werkstatt in Kürze beschäftigungswirksam werden.

Seit ihrer Einsetzung im Dezember 2003 haben die Sozialpartner in der Arbeitsgruppe gemeinsam Arbeitszeitmodelle erarbeitet und evaluiert, welche bei einer möglichen Auftragslücke in Zukunft rasch und für eine befristete Dauer umgesetzt werden können, um einem weiteren Stellenabbau und Verlust von Know-how entgegenzuwirken. So wurde flankierend zur Kurzarbeit ein Programm mit gezielten Weiterbildungsmassnahmen ausgearbeitet. Um dieses Modell einsetzen zu können, müsste nun das Bewilligungsverfahren beim AWA, SECO und bei der Aufsichtskommission der ALV eingereicht und geprüft werden. Voraussetzung für die Einreichung ist jedoch das Vorliegen eines konkreten Anwendungsfalls im beantragenden Unternehmen.

Da die kurzfristig im Februar 2004 eingeführte Kurzarbeit in der Schaufelfertigung auf Grund der veränderten Auftragslage per Ende März wieder aufgehoben wurde und in der heutigen Situation in den Bereichen Verkauf und Engineering zur Zeit keine Veranlassung für weitere Massnahmen besteht, liegt bei Alstom (Schweiz) AG derzeit kein Anwendungsfall für das Pilotprojekt vor. Deshalb wird auf die Einleitung des Bewilligungsverfahrens vorläufig verzichtet. Das Modell wird jedoch den zuständigen Behörden zur Stellungnahme vorgelegt.

Die Arbeitsgruppe ist dennoch überzeugt, mit der Erarbeitung des Pilotmodells eine solide Grundlage für zukünftige Beschäftigungslücken, wie sie im Bereich der Grossindustrie auftreten können, geschaffen zu haben und damit wegweisende Arbeit geleistet worden ist. Dieses neue Modell kann im übrigen auch in anderen Unternehmen mit Beschäftigungsproblemen als Musterlösung zur Anwendung kommen.

Die Aufgabe der Arbeitsgruppe Alstom (Schweiz) AG ist mit der Ausarbeitung eines bei Beschäftigungseinbrüchen umsetzbaren Lösungsansatzes abgeschlossen worden. Alle beteiligten Sozialpartner haben sich von der positiven Entwicklung der Beschäftigungslage der Alstom (Schweiz) AG überzeugt. Bei einer zukünftigen Veränderung der Beschäftigungslage ist die Alstom (Schweiz) AG bereit, das Pilotprojekt im konkreten Fall anzuwenden.

In Anwesenheit von Bundespräsident Joseph Deiss erklärte der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Alstom (Schweiz) AG, Regierungsrat Kurt Wernli, im Einverständnis mit allen Sozialpartnern die Aufgabe als erfüllt und löste die Arbeitsgruppe auf.

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