AKAD-Fachhochschule will sich in Aargauer Fachhochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung integrieren
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Gemeinsame Absichtserklärung von Kanton Aargau und AKAD
Die geplante private Wirtschafts-Fachhochschule der AKAD in Baden will sich in die künftige Aargauische Fachhochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung integrieren. Der Regierungsrat hat ein entsprechendes Gesuch der AKAD gutgeheissen. Beabsichtigt ist, dass die beiden Partner ihre bereits bestehende Zusammenarbeit institutionalisieren und die AKAD-Fachhochschule sich der Aufsicht des Kantons unterstellt, dabei jedoch wirtschaftlich selbständig bleibt.
Die Akademikergesellschaft für Erwachsenenfortbildung AKAD unterhält in Baden eine private Wirtschaftsschule, die eine Anerkennung als Fachhochschule anstrebt. 1995 hat der Kanton Aargau mit der AKAD eine Vereinbarung abgeschlossen, die eine enge Zusammenarbeit zwischen der AKAD und der HWV Aargau in Baden vorsieht. Gestützt auf diese Vereinbarung hat sich eine gute Zusammenarbeit zwischen der HWV Aargau und der AKAD entwickelt.
Im Zuge der Fachhochschulreform soll nun die bereits bestehende Zusammenarbeit vertieft und institutionalisiert werden. Die Kooperationsgebiete sollen sich neu über alle drei Fachbereiche der Aargauer Fachhochschule (Wirtschaft, Technik und Gestaltung) erstrecken, um Synergien in möglichst vielen Feldern nutzen zu können.
In einer gemeinsamen Absichtserklärung zuhanden der Anerkennungsinstanzen des Bundes haben der Regierungsrat und die AKAD eine Teilintegration der AKAD in die geplante Aargauische Fachhochschule Technik, Wirtschaft und Gestaltung angekündigt. Gemäss dieser Absichtserklärung unterstellt sich die AKAD den Aufsichtsorganen des Kantons, namentlich in den Bereichen der Qualitätssicherung und des Prüfungswesens. Die beiden Partnerinstitutionen streben zudem die Bildung gemeinsamer Schwerpunkte und die Koordination ihres Angebotes an. Bei den Studiengängen wird der Direktionsbereich Wirtschaft der Aargauer Fachhochschule (die bisherige HWV) vornehmlich im Bereich der Vollzeitausbildung, die AKAD im Bereich der berufsbegleitenden Ausbildung tätig sein.
Zur Planung und Durchführung der Koordination und Schwerpunktbildung soll die AKAD in den entsprechenden Leitungsorganen der Aargauer Fachhochschule vertreten sein. Die AKAD beibt dabei wirtschaftlich eine selbständige Institution und wird vom Kanton finanziell nicht unterstützt.
Von der beabsichtigten Teilintegration erwarten beide Partner eine Profilierung und komplementäre Verstärkung ihres jeweiligen Leistungspotentials. Die Aargauer Fachhochschule gewinnt mit der AKAD einen Studienbereich von gesamtschweizerischer Ausstrahlung mit einem zukunftsträchtigen Studienkonzept (Verbund von begleitetem Fernstudium und Präsenzseminar), der das bestehende Leistungsangebot sinnvoll ergänzt. Zudem versprechen sich die beiden Partner ein grösseres Gewicht, wenn sie künftig gegenüber anderen Fachhochschulen und gegenüber den Bundesbehörden gemeinsam als eine einzige Partei auftreten können.