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Agglomerationsprogramm Aargau-Ost der 4. Generation wird fristgerecht beim Bund eingereicht :
In vier Agglomerationsprogrammen total über 340 Millionen Franken zur Mitfinanzierung beantragt

Der Regierungsrat hat das Agglomerationsprogramm Aargau-Ost der 4. Generation verabschiedet. Gemeinsam mit Nachbarkantonen werden zudem die Agglomerationsprogramme AareLand, Basel und Limmattal eingereicht. Im Aargau werden damit Massnahmen aus den Bereichen Siedlung, Landschaft und Verkehr mit einem Investitionsvolumen von total über 340 Millionen Franken zur Mitfinanzierung durch den Bund beantragt.

Der Regierungsrat des Kantons Aargau hat das Agglomerationsprogram Aargau-Ost der 4. Generation verabschiedet. Die Gemeinden im Perimeter und der Kanton reichen die Massnahmen Anfang Juni beim Bundesamt für Raumentwicklung ein. Bei einem positiven Prüfergebnis des Agglomerationsprogramms kann der Bund die Massnahmen aus dem Bereich Verkehrsinfrastruktur mit 30 bis 50 Prozent mitfinanzieren. Das Resultat der Prüfung wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte im Jahr 2022 veröffentlicht.

Der Kanton erwartet für die Agglomeration Aargau-Ost finanzielle Unterstützung vom Bund zwischen 18 und 24 Millionen Franken. Es ist nicht auszuschliessen, dass es zu einem Abzug der Bundesbeiträge von 5 Prozent kommt. Dies, weil die Massnahmen aus den vorangehenden Agglomerationsprogrammen nicht fristgereicht umgesetzt werden können.

Massnahmen der 4. Generation

Die 22 Siedlungsmassnahmen beinhalten neben der Entwicklung von Gebieten für Wohnen und Arbeiten (wie zum Beispiel der Stadtraum Bahnhof Brugg/Windisch) auch den Klimaaspekt in Planungen. Im Bereich Verkehr gibt es im A-Horizont (Umsetzung 2024 bis 2028) diverse kleinere Massnahmen: Umgestaltungen von Strassenräumen zur Erhöhung der Sicherheit in Obersiggenthal, Wettingen, Würenlingen, Mellingen und Bremgarten; neue Fuss- und Veloverbindungen wie beispielsweise ein neuer Steg zwischen Künten und Fischbach-Göslikon, eine Bahnquerung am Bahnhof Wohlen oder diverse Abschnitte der Velovorzugsroute im Raum Brugg. Insgesamt werden 26 Verkehrsinfrastruktur-Massnahmen im A-Horizont eingereicht. Diese weisen ein Investitionsvolumen von 60 Millionen Franken auf. Hinzu kommen diverse Eigenleistungen, beispielsweise die Überprüfung des kantonalen Veloroutennetzes.

Im B-Horizont (Umsetzung 2028 bis 2032) werden die öV-Drehscheiben Bahnhof Lenzburg, Turgi und Döttingen sowie die Abschnitte der Velovorzugsroute im Raum Baden eingereicht. Nach dem positiven Beschluss des Grossen Rats am 4. Mai 2021 zum regionalen Gesamtverkehrskonzept Ostaargau wird die Planung der Veloinfrastruktur prioritär angegangen und aktiv darauf hingearbeitet, dass in der 5. Generation weitere Massnahmen aus der Gesamtverkehrsplanung ins Agglomerationsprogramm aufgenommen werden können.

Kernbotschaften Agglomeration Aargau-Ost

Ziel des Agglomerationsprogramms Aargau-Ost ist eine abgestimmte Siedlungs- und Verkehrsentwicklung um und in den Zentren Baden-Wettingen, Bremgarten, Brugg-Windisch, Lenzburg und Wohlen. Der Kanton Aargau hat gemeinsam mit den Regionalplanungsorganisationen und den Gemeinden die Entwicklungsziele in einem Zukunftsbild inklusive Kernbotschaften festgehalten.

Im Rahmen der 4. Generation hat die Trägerschaft auf die Kritik des Bundes an der 3. Generation reagiert und das Agglomerationsprogramm neu aufgestellt. Erstmalig wird der Raum gesamtheitlich betrachtet, die polyzentrische Struktur und die Verbindungen wurden herausgearbeitet. Die Siedlungsthemen sind stärker gewichtet. Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden und Regionen wurde gestärkt.

AareLand, Basel und Limmattal

Gemeinsam mit den Kantonen Solothurn und Luzern reicht der Kanton Aargau das Agglomerationsprogramm AareLand sowie gemeinsam mit dem Kanton Zürich das Agglomerationsprogramm Limmattal ein. Das Agglomerationsprogramm Basel wurde zusammen mit Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Solothurn sowie mit Gebietskörperschaften aus Deutschland und Frankreich erarbeitet.

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt