Agglomerationsprogramm AareLand geht an den Bund
:
Unterstützung für Verkehrsprojekte beantragt
Die Regierungsräte der Kantone Solothurn und Aargau haben das Agglomerationsprogramm AareLand der zweiten Generation verabschiedet. Dieses wird fristgerecht bis Ende Juni 2012 beim Bundesamt für Raumentwicklung eingereicht. Im Rahmen der Agglomerationsprogramme unterstützt der Bund über den Infrastrukturfonds Projekte im Strassenbau, öffentlichen Verkehr und Langsamverkehr.
Die Agglomeration AareLand beantragt beim Bund Massnahmen mit Baubeginn zwischen 2015 und 2018 im Gesamtwert von rund 270 Millionen Franken zur Mitfinanzierung. Zu den "Highlight-Projekten" gehören der Ausbau des Bahnhofplatzes in Olten (Gesamtkosten von 42 Millionen Franken), die Wiggertalstrasse Abschnitt Mitte (27 Millionen Franken) und die Massnahmen für den Fuss- und Veloverkehr sowie die Naherholung bei der Aarebrücke in Aarau (13 Millionen Franken).
Das Agglomerationsprogramm ist ein Problemlösungsprogramm: Die definierten Massnahmen beseitigen die wichtigsten Schwachstellen bei der Verkehrsinfrastruktur wirkungsvoll und verbessern die Funktionsfähigkeit des Gesamtverkehrs. Im Verbund mit den siedlungs- und landschaftsbezogenen Massnahmen wird so eine nachhaltige Siedlungs- und Verkehrsentwicklung unterstützt.
Im Agglomerationsprogramm der zweiten Generation wurde aufgrund veränderter Vorgaben des Bundes auch ein Zukunftsbild 2030 erarbeitet. Es basiert nebst den kantonalen Raumkonzepten und Richtplänen auf den regionalen Entwicklungskonzepten der Teilgebiete des AareLands, die in den letzten Jahren in breit abgestützten Partizipationsprozessen entstanden sind. Daraus wurden Handlungsfelder und Massnahmen abgeleitet.
Herausforderung Transitverkehr
Im AareLand kreuzen sich die schweizerischen Transitachsen auf Strasse und Schiene. Zwar profitiert das AareLand von dieser Verkehrs- und Standortgunst, gleichzeitig ist die wachsende Belastung durch den Transitverkehr auf Strasse und Schiene eine der grossen Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Die Bundesmassnahmen zum Ausbau der Transitachsen müssen deshalb zügig vorangetrieben werden, zumal die dortigen Kapazitätsengpässe den regionalen Verkehr stark beeinträchtigen.
Das Agglomerationsprogramm der zweiten Generation ist in Zusammenarbeit der Kantone Aargau und Solothurn mit der Organisation AareLand erarbeitet worden. Damit soll sich das AareLand mit seinen Teilregionen Aarau, Olten und Zofingen weiterhin als funktionsfähiger, eigenständiger und selbstbewusster Raum profilieren.
Alle beim Bund eingereichten Agglomerationsprogramme der zweiten Generation werden nach den gleichen Kriterien geprüft. Je höher die erwartete Gesamtwirkung des Programms ausfällt, desto höher ist der Beitragssatz des Bundes an die Kosten. Das Ergebnis der Prüfung wird voraussichtlich Sommer 2013 bekannt gegeben.
Für die erste Generation erreichte die Agglomeration AareLand einen Beitragssatz von 40 Prozent. Seit der Fertigstellung des Agglomerationsprogramms der ersten Generation im Jahr 2007 sind verschiedene Projekte erarbeitet und bereits umgesetzt worden. Als Beispiel zu erwähnen ist das als dringlich eingestufte Projekt "Entlastung Region Olten". Mit einem Umsetzungshorizont 2019 bis 2022 sind bereits heute Massnahmen im Gesamtwert von rund 135 Millionen Franken vorgesehen.