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AG 70707 fährt für die Lehrstellenoffensive :
Amag stellt dem Amt für Berufsbildung einen "New Beetle" zur Verfügung

Die zweite Offensive des Bundes für zusätzliche Lehrstellen des Bundes wird auf den Aargauer Strassen durch einen "New Beetle" sichtbar gemacht. Der popig-gelbe VW mit der Nummer AG 70707 wird dem Amt für Berufsbildung des Erziehungsdepartementes durch den VW-Importeur Amag in Schinznach Bad zur Verfügung gestellt.

Mit dem 2. Lehrstellenbeschluss stellt der Bund 100 Millionen Franken zur Verfügung, mit denen die Zahl der Lehrstellen erhalten und ausgebaut werden soll. Die Vorbereitung von Jugendlichen auf eine Lehre und die Verbesserung der Berufsinformationen sind weitere Zielsetzungen.

Werbeoffensive mit gelbem "Beetle"

Die Werbeoffensive für Lehrstellen wird im Aargau durch einen knallgelben VW New Beetle markiert, der ab 8. Juli dem Amt für Berufsbildung im Erziehungsdepartement zur Verfügung steht. Erziehungsdirektor Peter Wertli konnte den Schlüssel aus den Händen des Amag-Vertreters Dino Graf und eine Vollkasko-Police der Generalis-Versicherungen von Hans-Peter Farziew entgegen nehmen.

Das Fahrzeug mit der AG-Nummer 70707 weist mit der Aufschrift "Unterwegs für neue Lehrstellen" auf die Lehrstellenoffensive hin und wird insbesondere von den Berufsinspektoren für ihre berufsbedingten Fahrten benützt werden. Die vom Bund mitfinanzierte Aktion wird im Aargau vom Gewerkschaftsbund, dem Gewerbeverband, der Industrie- und Handelskammer sowie dem Verband der Angestelltenverbände unterstützt.

Zweitgrösstes Plus durch viertgrössten Kanton

Die Auswertung des ersten Lehrstellenbeschlusses durch die Koordinationsstelle für Weiterbildung der Universität Bern attestiert diesem Programm eine insgesamt positive Wirkung. Insbesondere konnten in der Schweiz rund 5000 neue Lehrstellen geschaffen und damit die Verluste aufgrund von Betriebsschliessungen und aus anderen Gründen mehr als kompensiert werden. Der Aargau schneidet dabei ausgezeichnet ab. Mit rund 620 neuen Stellen im vergangenen Jahr belegt er als viertgrösster Kanton hinter Zürich mit 1100 neuen Stellen den zweiten Platz.

Die Aufschaltung des Lehrstellen-Nachweises (Lena) auf dem Internet hat zudem bewirkt, dass die Lehrbetriebe ihre Stellen konsequenter für Lena anmelden. Dessen aktueller Stand vom 1. Juli weist trotzdem eine angespannte Situation auf. Nur noch 612 (Vorjahr 729) Stellen oder knapp 10 (11,3) Prozent der 6360 (6418) Lehrstellen im Kanton sind noch frei. Die zehn häufigsten Berufe weisen Belegungen von meist weit über 90 Prozent aus. Ady Bütler, Chef des Amtes für Berufsbildung, erwartet, dass in den kommenden Wochen noch eine grosse Zahl von Lehrverhältnissen zusätzlich angemeldet werden.

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