AEW: Start mit 6 Verwaltungsräten
:
Regierungsrat will kleineres Führungsgremium
Der Verwaltungsrat des teilprivatisierten Aargauischen Elektrizitätswerks (AEW) soll bis auf weiteres aus 6 Mitgliedern bestehen, wovon 2 neue. Dies beantragt der Regierungsrat der AEW-Gründungsversammlung vom 28. September.
Der Verwaltungsrat besteht nach Art. 16 der neuen AEW-Statuten aus mindestens 3 und maximal 7 Mitgliedern, welche von der Generalversammlung auf die Dauer von 3 Jahren gewählt werden. Gemäss Grossrats-Entscheid vom letzten Dienstag (8. September 1999) endet die Amtszeit des derzeitigen, 13 Mitglieder zählenden Verwaltungsrates mit der Umwandlung des AEW von einer selbständigen Staatsanstalt in eine privatrechtliche Aktiengesellschaft, d.h. am 28. September. An diesem Tag finden die Gründungsversammlung der neuen AEW AG und der Eintrag der Firma ins Handelsregister statt.
Da der Kanton Alleinaktionär ist, hat der Regierungsrat auch bei den Mitgliedern des neuen Verwaltungsrates ein Vorschlagsrecht. Er beantragt der Gründungsversammlung der AEW AG folgende personelle Zusammensetzung des neuen Verwaltungsrates:
- Nationalrat Christian Speck, Bäckermeister, Oberkulm, bisher;
- Ernst Werthmüller, Geschäftsführer einer Herstellerfirma elektronischer Messinstrumente, Holziken, bisher;
- Regierungsrat Peter Wertli, Villmergen, bisher;
- Marino Studer, Gemeindeschreiber, Möhlin, bisher;
- Stadtammann und Grossrat Urs Locher, Zofingen, Präsident VAS (Verband Aargauischer Stromkonsumenten), neu;
- Alfred Koch, Elektronik-Dozent an der Fachhochschule Luzern und alt Stadtrat von Bremgarten, Präsident IGD (Interessengemeinschaft der Detailgemeinden des AEW, Kundenverband), neu.
Den siebten Sitz hat der Regierungsrat bewusst noch offen gehalten, um ihn nach der Startphase der AEW AG nach den dannzumal aktuellen Bedürfnissen besetzen zu können. Mit der Aufteilung "4 Bisherige - 2 Neue" sollen gleichermassen Konstanz und Erfahrung sichergestellt wie auch neue Impulse ermöglicht werden. Gleichzeitig soll die personelle Zusammensetzung mit dem Hauptgewicht auf Vertretern von Industrie und institutionellen Stromkonsumenten dafür sorgen, dass die Nähe zum Markt und zur Kundschaft erhalten bleibt - im liberalisierten Strommarkt ein wesentlicher Erfolgsfaktor.