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Aargauer Solidaritätsspende für Kloster Sarnen :
100’000 Franken für beschädigte Musikaliensammlung

Das Jahrhunderthochwasser vom Sommer 2005 hat das Benediktinerinnenkloster St. Andreas in Sarnen schwer getroffen. Insbesondere wurde durch die eindringenden Wassermassen die Musikaliensammlung schwer beschädigt. Der Regierungsrat hat einen Solidaritätsbeitrag von 100 000 Franken aus dem Lotteriefonds bewilligt, damit die wichtigsten Werke restauriert werden können.

Noch nie in seiner bald 900-jährigen Geschichte wurde das Benediktinerinnenkloster an der Brünigstrasse in Sarnen von einem Hochwasser heimgesucht. Im August 2005 wurde aber jede Erfahrung widerlegt: Der Kulturgüterschutzraum vermochte dem ungeheuren Wasserdruck nicht Stand zu halten. Noch in der Katastrophennacht haben die teils betagten Schwestern ein paar Schätze im Parterre notdürftig geborgen. Der Grossteil der Kulturgüter konnte erst 72 Stunden später von Fachleuten und unzähligen Freiwilligen gerettet werden. Bücher, Noten und Dokumente wurden unverzüglich tiefgefroren und danach gefriergetrocknet. Dank diesen Sofortmassnahmen, konnten die Kulturgüter zwar gerettet, die immensen Schäden aber nur teilweise eingeschränkt werden. Besonders empfindlich wurde die Musikaliensammlung getroffen, die viertgrösste der Schweiz mit Werken von internationaler Bedeutung.

Insgesamt werden 12 Millionen Franken benötigt

Eine breit angelegte Spendensammlung hat dem Frauenkloster bisher Spenden von 4 Millionen Franken gebracht. Für die Tilgung aller Schäden müssen jedoch gegen 12 Millionen zusammenkommen - eine für die nach dem Armutsgelübde lebenden und ohne finanzielle Reserven dastehenden 13 Schwestern immense Herausforderung.

Der Regierungsrat hat entschieden, in freundeidgenössischer Verbundenheit mit dem Kanton Obwalden und angesichts der Beziehungen zwischen der Schwesterngemeinschaft mit den Frauenklöstern im Aargau zu helfen. Die ausserordentliche Spende von 100'000 Franken soll der in Not geratenen Institution ermöglichen, eine Auswahl wichtiger Werke der Musikaliensammlung zu restaurieren und dem kirchenmusikalischen Gebrauch wieder zugänglich zu machen.

  • Departement Bildung, Kultur und Sport