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Aargauer Gemeinden auf solider finanzieller Basis :
Ergebnisse der Gemeindefinanzstatistik 2002

Die Aargau Gemeinden verfügen weiterhin über eine solide finanzielle Basis. Im Detail betrachtet ergeben sich jedoch grosse Unterschiede zwischen einzelnen Gemeinden und Regionen. Neueste Zahlen zu den Gemeindefinanzen liefert die Gemeindefinanzstatistik 2002.

Der Verwaltungsaufwand sämtlicher Gemeinden im Kanton Aargau belief sich im Jahre 2002 auf 1?629,9 Mio. Fr. oder 2?912 Fr. pro Einwohner. Mit Berücksichtigung von Passivzinsen, Abschreibungen, Finanzausgleich und Ertragsüberschüssen erreichte der Gesamtaufwand 2?016,0 Mio. Fr. (3?601 Fr. pro Einwohner). Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Verwaltungsaufwand pro Einwohner um 147 Fr. und der Gesamtaufwand um 64 Fr.

In den Gemeinden des Bezirks Aarau war der Verwaltungsaufwand mit durchschnittlich 3?316 Fr. pro Einwohner klar am höchsten. Ebenfalls über dem Kantonsmittel lagen die Verwaltungsausgaben der Gemeinden in den Bezirken Baden (3?080 Fr.), Brugg (3?001 Fr.), Zofingen (2?986 Fr.), Zurzach (2'934 Fr.) und Rheinfelden (2?933 Fr.). Die niedrigsten Verwaltungsausgaben wiesen die Gemeinden in den Bezirken Muri (2?424 Fr.) und Kulm (2?524 Fr.) aus - ein Viertel weniger als im Bezirk Aarau.

Die Erträge der Gemeinden stammen aus den folgenden Quellen: Ordentliche Steuern 57.2%, Verwaltungserträge 32,6% (Gebühren, Verkaufserlöse, Beiträge von Bund, Kanton anderen Körperschaften und Privaten), Aktiensteuern 4.8%, Kapital- und Vermögenserträge 2.5%, Finanzausgleich 1,3%. Im kantonalen Mittel verbuchten die Gemeinden pro Einwohner 2?060 Fr. ordentliche Steuern, 1?174 Fr. Verwaltungserträge, 172 Fr. Aktiensteuern, 90 Fr. Kapital- und Vermögenserträge, 47 Fr. Finanzausgleich. Der Totalertrag (inkl. Buchgewinne und Aufwandüberschüsse) belief sich auf 3?601 Fr.

Aber auch auf der Ertragsseite sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Bezirken und innerhalb der Regionen zwischen den Gemeinden erheblich. Während die Erträge der Gemeinden des Bezirks Aarau mit 4'060 Fr. pro Einwohner deutlich über dem kantonalen Mittel stehen, liegen die Gemeinden des Bezirks Kulm mit 2?037 Fr. ebenso klar darunter.

Von den 231 Gemeinden wiesen im Jahr 2002 deren 138 einen Finanzierungsüberschuss von 136,8 Mio. Fr. oder 390 Fr. pro Einwohner aus. Die übrigen 93 Gemeinden hatten einen Fehlbetrag von zusammen 98.7 Mio. Fr. oder 471 Fr. pro Einwohner zu verzeichnen. Insgesamt resultierte somit ein Finanzierungsüberschuss von 38.1 Mio. Fr. oder 68 Fr. pro Einwohner.

  • Staatskanzlei