Aargauer Batzen für 96 soziale Projekte
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Reinerlös aus der Jubiläumslotterie verteilt
Der Losverkauf der Aargauer Jubiläumslotterie hat bis jetzt einen Reinerlös von über 205'000 Franken ergeben. Damit können beinahe hundert anerkennenswerte soziale Projekte innerhalb des Kantons mit einem Aargauer (Weihnachts-)Batzen unterstützt werden. Die Beiträge liegen zwischen 100 und 20'000 Franken.
Die Aargauer Jubiläumslotterie erweist sich als Erfolg. Nachdem bis heute nahezu 75 Prozent aller Lose verkauft werden konnten, resultiert bereits ein Reinerlös von über 205'000 Franken. Das vom Regierungsrat eingesetzte Leitungsgremium, welches von Grossrätin Doris Fischer-Taeschler, Seengen, präsidiert wurde, prüfte insgesamt 246 fristgerecht eingereichte Unterstützungsgesuche für soziale Projekte. Die Vorgaben und Kriterien waren klar: Gemäss Reglement musste es sich um soziale, vorwiegend ehrenamtlich betreute Projekte innerhalb des Kantons handeln, die nicht schon anderweitig staatlich unterstützt werden.
Das Leitungsgremium befand 96 der 246 eingereichten Gesuche für unterstützungswürdig und sprach, je nach Antrag, Beiträge zwischen 100 und 20'000 Franken aus. Der Grossteil der Anträge bewegte sich zwischen 2000 und 3000 Franken. Berücksichtigt wurden vor allem Familienprojekte, Mittagstische, Spitex-Dienste und Projekte im Bereich Ausländerinnen, wie Doris Fischer-Taeschler am Freitag an einer Medienkonferenz im Familienhaus Würenlos ausführte.
Regierungsrätin Dr. Stéphanie Mörikofer-Zwez stellte vor den Medien fest, dass der Staat heute im sozialen Bereich ein umfassendes, tragfähiges Netz spanne, und dennoch würden manchmal wichtige Bedürfnisse unberücksichtigt bleiben. Seit über 150 Jahren würden in diesen Zusatzbereichen vor allem Frauenorganisationen in verdienstvoller Weise einspringen. Diese Freiwilligenarbeit sei darum so wertvoll, weil die hier aktiven Frauen in der Regel am Ort verwurzelt sind, die Bedürfnisse kennen, eine reiche Erfahrung einbringen und Kontinuität gewährleisten. Vor allem arbeiten sie hochmotiviert und gut ausgebildet. Und schliesslich könne die Freiwilligenarbeit unkomplizierte Hilfe anbieten und spare dem Staat nicht zuletzt Geld. Der Aargauer Batzen zeige einmal mehr, wie mit relativ bescheidenen Mitteln grosse Wirkung erzielt werden könne, und bedeute darum auch Anerkennung dieser Freiwilligentätigkeit.
Das Familienhaus Würenlos erhält ebenfalls einen Aargauer Batzen. Es wurde als Beispiel einer gemeinnützigen Privatinitiative durch Mitinitiantin Marianne Ryser kurz vorgestellt. Der Verein Familienhaus als Dachorganisation bietet verschiedenen örtlichen Vereinen die Möglichkeit, ihr Angebot der externen Kinderbetreuung (Tageshort, Mittagstisch, Aufgabenhilfe, Spielgruppe, Familientreff) unter einem Dach im zentral gelegenen Haus in Würenlos zur Verfügung zu stellen. Die Infrastruktur wurde von den Initiantinnen in Fronarbeit erstellt; die Gemeinde Würenlos stellte das Haus kostenlos zur Verfügung.
1998-Projektleiter Dr. Ulrich Weber machte darauf aufmerksam, dass der Verkauf der Jubiläumslose zu 2 Franken auf sämtlichen Poststellen des Kantons noch bis Ende Jahr läuft. Der Haupttreffer, ein VW Polo Variant, und weitere attraktive Aargauer Preise sind noch nicht gezogen worden.