Aargau und Solothurn:
Gemeinsame Grundlagen für Grossprojekte
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Die Plattform Aargau-Solothurn (PASO) tagte in Aarau
Aargauer und Solothurner haben den auch unter dem Namen "Arolfingen" bekannte Grenzraum gründlich unter die Lupe genommen. Das Resultat ist interessant und darf sich sehen lassen.
Die Plattform Aargau-Solothurn (PASO) vereinigt 61 Gemeinden aus dem Dreieck Aarau-Olten-Zofingen. Unter der Leitung von Regierungsrat Walter Straumann, Vorsteher des Solothurner Baudepartements und unter Mitwirkung von Regierungsrat Peter C. Beyeler, Vorsteher des Baudepartements des Kantons Aargau, trafen sich Vertreter dieser Gemeinden und der beiden Kantone am 23. November zu einem anregenden Gedankenaustausch im Aarauer Saalbau.
Als Einstimmung präsentierte Heinrich Bachmann, Chef der Aargauer Abteilung Raumplanung, eine Übersicht in Form verschiedener thematischer Karten. Diese gesamträumliche Betrachtung des PASO-Raums zeigt, dass die Agglomerationen Aarau, Olten und Zofingen sehr ähnliche Strukturen haben, aber noch nicht verflochten sind. Die Standorte und der Typ der Arbeitsstätten werden vor allem durch die Autobahn A1 beeinflusst. Bachmann kommt zum Schluss, dass die drei Agglomerationen die Zukunft gemeinsam, aber mit einer sinnvollen Arbeitsteilung angehen sollten.
Bernard Staub, Leiter des Solothurner Amtes für Raumplanung, orientierte über die Bestrebungen, mit der Raumplanung das Aufkommen neuer Grossprojekte in den Griff zu bekommen. Einkaufszentren, Fachmärkte und Freizeitbetriebe sind Vorhaben, die erhebliche Auswirkungen auf den Raum, den Verkehr und die Umwelt haben können. Zur Zeit erarbeiten die Kantone Aargau und Solothurn gemeinsame Grundlagen, um Grossprojekte und ihre Auswirkungen über die Grenzen hinweg einheitlich und transparent beurteilen zu können.
Bei der offenen Diskussion dominierte das Thema "Verkehr". Als Folge der unzureichenden Verbindung zwischen den Gemeinden entlang der Hauptstrasse Olten - Aarau und der Autobahn A 1 hat sich über den trennenden Hügelzug ein reger Schleichverkehr entwickelt, der Wohngebiete in verschiedenen Dörfern belastet. Die Wortmeldungen der anwesenden Gemeinderäte zeigten, dass eine Lösung dieses Problems nicht einfach ist. "Strassen ausbauen" oder "Strassen sperren", so lautet, kurz gefasst, die Gretchenfrage.
Das Schlusswort übernahm Regierungsrat Peter C. Beyeler. Er hob das grosse Potential des PASO-Raums hervor, das sich durch eine gute Erschliessung, das Vorhandensein attraktiven Wohnraums und einer überschaubaren Kleinräumigkeit auszeichnet. Er plädierte dafür, dieses Potenzial zu nutzen, die eigenen Stärken auszuspielen und mutig Investitionen in die Zukunft zu tätigen - selbst wenn deren Ertrag nur auf längere Sicht genutzt werden kann. Und wenn man sich im Entwicklungsprozess vorübergehend einmal in der Rolle des Verlierers befinde, sei es wichtig, den Gesamtnutzen nicht aus den Augen zu verlieren.