Aargau prüft künftige Betriebsvarianten für Flughafen Zürich
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Weichenstellung für mittel- und langfristigen Flughafenbetrieb
Das Bundesamt für Zivilluftfahrt hat heute den Nachbarkantonen des Flughafens Zürich erstmals 19 technisch mögliche Betriebsvarianten vorgestellt. Der Aargau wird jetzt die Vorschläge sehr genau prüfen, denn mit der Variantenwahl werden entscheidende Weichen für den Flughafenbetrieb gestellt.
Der Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) legt die Rahmenbedingungen für den mittel- und langfristigen Betrieb auf dem Flughafen Zürich fest. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) präsentiert nun im Rahmen des zweiten SIL-Koordinationsgesprächs eine Auslegeord-nung der technisch möglichen Betriebsvarianten. Der Kanton Aargau war in die Erarbeitung des Berichts nicht involviert und hatte vorgängig auch keine Einsicht.
Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) wird in den nächsten Wochen eine erste fachliche Beurteilung der 19 Betriebsvarianten aus Sicht des Kantons erstellen. Basis dafür ist die Flughafenstrategie des Regierungsrats. Das heisst, die vorgeschlagenen Varianten müssen gute Voraussetzungen für den Hub-Betrieb schaffen und die Belastung des Aargaus hat sich am heutigen Lärmmass zu orientieren. Gleichzeitig fordert der Aargau eine faire räumliche Verteilung der Flugbewegungen auf definierten Achsen unter Einbezug aller Himmelsrichtungen.
Nur eine der vorgeschlagenen Varianten beinhaltet den gekröpften Nordanflug. Nach einer ersten Beurteilung weist diese aber im Quervergleich mit sämtlichen Varianten erhebliche Nachteile auf. Es zeichnet sich ab, dass die Frage des Entwicklungshorizontes des Flughafens eine wichtige Rolle spielen wird.
Nach Prüfung der Betriebsvarianten wird das BVU die betroffenen Gemeinden sowie Organisationen im Februar 2007 zu einem weiteren "Flughafen-Panel" einladen, um mit Ihnen die Haltung des Kantons zu diskutieren. Anschliessend wird dann der Regierungsrat seine Stellungnahme formulieren und dem BAZL zukommen lassen.