7 Millionen Bilder als Basis für Ausstellungs- und Vermittlungsangebote
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Kooperationspartnerschaft zwischen Ringier Bildarchiv und Stadtmuseum Aarau
Der Kanton Aargau übernahm 2009 das Ringier Bildarchiv (RBA). Das Staatsarchiv führte danach ein fünfjähriges Sicherungs- und Evaluationsprojekt durch. Nun bündeln das RBA und das Stadtmuseum ihre Kompetenzen zur Erhaltung, Erschliessung und Vermittlung ihrer Foto- und Filmbestände im Kooperationsprojekt "Show it!". Der Regierungsrat unterstützt die Vermittlungstätigkeiten mit einem namhaften Beitrag aus dem Swisslos-Fonds. Zudem beteiligt sich die Ringier AG im Rahmen eines Sponsorings.
Nach der Übernahme des Ringier Bildarchivs lancierte das Aargauer Staatsarchiv ein fünfjähriges Sicherungs- und Evaluationsprojekt. Im September 2013 wurde das Projekt um drei Jahre verlängert. Gleichzeitig beauftragte der Regierungsrat das Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) im Hinblick auf die künftige Vermittlungsarbeit einen langfristigen Kooperationspartner und Mitträger zu suchen.
Stadtmuseum Aarau als idealer Kooperationspartner
Sehr bald kristallisierte sich das Stadtmuseum Aarau als idealer Partner heraus. Das Stadtmuseum besitzt selber eine grosse Film- und Fotosammlung, die ins 19. Jahrhundert zurück reicht und verfügt über ausgewiesene Kompetenzen in der Vermittlung. Mit dem 2015 eröffneten Erweiterungsbau verfügt es zudem über geeignete räumliche Verhältnisse für die Umsetzung eines Vermittlungsprogramms. Museum und Archiv bündeln nun im gemeinsamen Projekt "Show it!" ihre Kompetenzen zur Erhaltung, Erschliessung und Vermittlung ihrer Foto- und Filmbestände und setzen damit die geführte Zusammenarbeit fort.
Was Bilder erzählen
"Show it!" lädt ab 2017 mit verschiedenen Ausstellungs- und Vermittlungsangeboten dazu ein, in die Bilderwelt des letzten Jahrhunderts einzutauchen und Fragen der Gegenwart zu diskutieren. Dazu schöpft es vor allem aus dem reichen Schatz von rund 7 Millionen Bildern des Ringier Bildarchivs, dem grössten analogen Bilderschatz der Schweiz in öffentlicher Hand. Die unterschiedlichen Formate und Medien, vom 16-mm-Film, Diapositiv bis zum zensurierten Pressebild, erzählen Geschichten von Menschen, Ereignissen, wirtschaftlichen Bedingungen und gesellschaftlichen Vorausset-zungen. Das Publikum wird aufgefordert, Bildinformationen kritisch zu hinterfragen, verschiedene Lesarten zu entdecken oder unterschiedliche Blickwinkel einzunehmen. Das Stadtmuseum wird damit zugleich Lern- und Erlebnisort. Auch soll das Bewusstsein für die Gefährdung des analogen audiovisuellen Kulturguts geschärft werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Reportagen, Dokumentationen, Werkaufnahmen bis hin zu Foto- und Filmclub-Aktivitäten. Die Auseinandersetzung mit dem Bild, statisch oder bewegt, analog oder digital, ist in einer Zeit der "digitalen Natives" ein zukunftsweisendes Thema.
Finanzierung
Die Finanzierung des vierjährigen Kooperationsprojekts wird durch einen namhaften Beitrag aus dem Swisslos-Fonds getragen. Zudem beteiligt sich die Ringier AG während einer dreijährigen Phase mit einem Sponsoring in der Höhe von insgesamt 300‘000 Franken.