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1200 Jugendliche sind noch auf Lehrstellensuche :
Unterstützungsangebot "Lehrstelle JETZT"

Zusätzliche Unterstützung für die Lehrstellensuche Kurz vor Ende ihrer Schulzeit sind im Aargau 1197 Jugendliche noch immer auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Viele haben sich vorsorglich für ein Brückenjahr angemeldet. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage der Berufsberatung bei allen Oberstufenschulzentren im Kanton Aargau.

Im Rahmen des Projekts "Lehrstelle JETZT" haben die Aargauer Berufsberatungsstellen Ende März Schülerinnen und Schüler, die kurz vor Ende ihrer Schulzeit noch ohne Anschlusslösung geblieben sind, in ihren Schulen besucht. Dieses Unterstützungsangebot ist Teil eines Massnahmenpakets, das vom Kanton im letzten Jahr unter dem Label "Vitamin L" gegen Lehrstellenknappheit und Jugendarbeitslosigkeit lanciert wurde.

Mit einer informativen Lektion über Lehrstellensuche, offene Möglichkeiten, Lösungen für den Fall, dass es doch nicht klappt, und Tipps, wie man so spät seine Chancen doch noch wahrnehmen kann, wurden die Schülerinnen und Schüler ermutigt, nicht aufzugeben. Gleichzeitig erhielten die Berufsberaterinnen und Berufsberater von den Teilnehmenden Antwort auf die Frage: Wer sucht welche Lehrberufe? Aufgrund dieser Umfrage wurde eine Übersicht über die Situation aller Schulaustretenden im Aargau zusammengestellt: 1197 Jugendliche sind noch immer auf Lehrstellensuche. In dieser Zahl nicht enthalten sind Jugendliche, die bereits letztes Jahr mangels Lehrstelle eine Zwischenlösung wählen mussten und noch keinen Erfolg hatten. Aus der Bezirksschule sind es 28 Jugendliche, die noch auf Lehrstellensuche sind, aus der Sekundarschule 442 und aus der Realschule 594. Aus anderen Schulen (z.B. Werkjahr, Kleinklasse) sind es 133 Schülerinnen und Schüler. Auffallend dabei ist der grosse Anteil mit ausländischen Namen. 869 oder 72 Prozent aller Befragten haben sich vorsorglich für ein 10. Schuljahr, ein Kombi-Jahr oder ein anderes Brückenangebot angemeldet. Für die meisten ist das eine ungewollte, unnötige Verlängerung der Schulzeit, die gleichzeitig hohe Kosten verursacht.

Gesucht sind Ausbildungsplätze in fast allen Berufen. Sehr viele geben als Wunschziel eine kaufmännische Ausbildung oder Berufe im Detailhandel an, fast ebenso gesucht sind Lehrstellen im Baubereich, als Coiffeuse, Sanitär, Heizungsmonteur und in sämtlichen Autoberufen. Die Suchziele der meisten Jugendlichen sind realistisch und wären unter normalen Bedingungen erreichbar.

Mit der Lehrstellensuche werden viele Schulaustretende auf eine harte Probe gestellt. Trotz guten Wirtschaftszahlen hält das Lehrstellenangebot nicht Schritt mit den grossen Schülerjahrgängen. Um zu verhindern, dass sich Jugendliche in dieser schwierigen Situation zurückziehen und sich nicht mehr mit der Berufswahl auseinandersetzen, macht die Berufsberatung jetzt frühzeitig einen Schritt auf die Betroffenen zu: Sie werden ermutigt, die Probleme aktiv anzugehen und im Notfall rechtzeitig Hilfe zu beanspruchen. Ab Mai vermitteln dafür eingesetzte Teams die noch vorhandenen Lehrstellen oder Brückenangebote.

Kontaktstellen sind die Berufsinformationszentren in Aarau, Wettingen und Wohlen. Informationen dazu erhalten alle Jugendlichen durch ihre Schule oder durch jedes Berufsinformationszentrum. Weitere Informationen im Internet: www.vitaminL.ch.

  • Departement Bildung, Kultur und Sport