Zofingen: Angeblicher Raubüberfall war erfunden
Ein 29-jähriger Mann alarmierte die Kantonspolizei, weil er angeblich überfallen und beraubt worden war. Die vermeintliche Straftat entpuppte sich als Falschaussage.
Der Telefonanruf des 29-jährigen Schweizers aus der Region ging am frühen Donnerstagmorgen, 29. November 2007, bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei ein. Er machte geltend, von drei Unbekannten geschlagen und beraubt worden zu sein, als er in Zofingen bei einem Geldautomaten Geld bezogen habe.
Die Kantonspolizei, welche zu diesem Zeitpunkt bereits mit der Fahndung nach einem Tankstellenräuber stark beschäftigt war, bot sofort zusätzliche Kräfte auf, um auch bei dieser zweiten Straftat nach der Täterschaft fahnden zu können. Als die Kantonspolizei bei dem angeblich um mehrere hundert Franken beraubten Mann eintraf, wies dieser leichte Verletzungen am Kopf auf. Eine Ambulanz brachte ihn vorsorglich ins Spital Zofingen.
Bei der folgenden näheren Befragung des Mannes kamen bei der Kantonspolizei Zweifel am geschilderten Sachverhalt auf. Er blieb jedoch bei seiner Version. Das Bezirksamt Zofingen setzte ihn aufgrund dessen in Untersuchungshaft. In der Folge räumte er schliesslich ein, dass er die Geschichte vom Raubüberfall erfunden habe. Offensichtlich wollte er mit dieser Falschaussage von persönlichen Problemen ablenken, die in der fraglichen Nacht zum handfesten Streit mit einem unbekannten Mann geführt hatten.
Der junge Mann muss sich nun wegen Irreführung der Rechtspflege und falscher Anschuldigung verantworten.