Wohlen: Raubüberfälle auf Passanten geklärt (Nachtrag)
Die Kantonspolizei konnte die brutalen Raubüberfälle auf Passanten vom Osterwochenende sowie vom 19. Mai 2010 klären. Bei den mutmasslichen Tätern handelt es sich zwei Schweizer und einen Italiener im Alter von 17 und 19 Jahren.
Intensive Ermittlungen führten die Kantonspolizei in den vergangenen Wochen auf die Spur der jungen Männer. Zwei wurden anfangs Juni, ein weiterer vor wenigen Tagen verhaftet, wobei sie sich seither in Untersuchungshaft befinden. Es handelt sich um zwei Schweizer im Alter von 17 und 19 Jahren und einen 19-jährigen Italiener. Alle sind in der Region wohnhaft.
Der 17-Jährige Schweizer und der Italiener haben inzwischen zugegeben, für die Raubüberfälle auf je einen Passanten vom 3. April und vom 5. April 2010 verantwortlich zu sein. Bei beiden Taten schlugen sie ihre Opfer mit einem schweren Schraubenschlüssel nieder und fügten ihnen damit so schwere Verletzungen zu, dass beide mehrere Tage im Spital bleiben mussten.
Geklärt ist ebenfalls der Raubüberfall auf einen Kantonsschullehrer vom 19. Mai 2010, wofür die beiden Schweizer ein Geständnis abgelegt haben. Ihn traktierten sie mit Faustschlägen und Fusstritten, wodurch er leicht verletzt wurde. Der Italiener war an dieser Tat nicht beteiligt.
Ferner hat der 17-Jährige zugegeben, am 30. April und am 1. Mai 2010 in Wohlen versucht zu haben, je einen Passanten zu berauben. Bei ihnen schlug er ebenfalls mit dem Schraubenschlüssel zu. Allerdings machte er keine Beute. Beide Opfer im Alter von 33 und 49 Jahren mussten sich im Spital behandeln lassen.
Die Ermittlungen gegen die drei jungen Männer sind noch nicht abgeschlossen. Alle drei bleiben auf Anordnung der Jugendanwaltschaft und des Bezirksamtes Bremgarten bis auf weiteres in Haft.
Die brutalen Raubdelikte hatten in Wohlen zu Aufsehen und zu grosser Verunsicherung der Bevölkerung geführt. Die Kantonspolizei und die Regionalpolizei Wohlen hatte deswegen auch ihre Präsenz verstärkt.
(Siehe auch Medienmitteilungen vom 3. und 5. April sowie vom 19. Mai 2010).