Wildegg: Amokfahrt endete auf Bahngeleise
Der Amokfahrer von Olten ist diesmal im Kanton Aargau Amok gefahren. Nach der Flucht aus der Psychiatrischen Klinik Königsfelden in Windisch fuhr er nach einer halsbrecherischen Fahrt ein von ihm entwendetes Auto zu Schrott.
Bereits am Dienstag hat der psychisch angeschlagene 34-jährige Türke in einer Amokfahrt in Olten zehn Fahrzeuge beschädigt. Am Mittwochnachmittag, 26. Juli 2000, wurde der in Olten festgenommene Mann auf eigenen Wunsch in die Psychiatrische Klinik Königsfelden eingewiesen. Während den Eintrittsformalitäten gelang ihm dort die Flucht. Sofort wurde die Polizei verständigt. Der Gesuchte wurde dann von einer Fusspatrouille an der Reuss in Gebenstorf gesichtet. Noch bevor der Zugriff erfolgen konnte, entwendete er bei der Badi einen weissen VW-Passat Kombi und fuhr Richtung Windisch - Mülligen weg. Bei der Baustelle in Windisch missachtete er ein Rotlicht. Um nicht mit dem Gegenverkehr zu kollidieren, wich er in die Baustelle aus und demolierte dabei diverse Bauabschrankungen. Die Fahrt ging über Schinznach nach Wildegg. Unterwegs kam es noch zu einer leichten Streifkollision mit einem andern Personenwagen. Beim Kreisel in Wildegg bog er zum Bahnhof ab und setzte dort seine Fahrt auf dem Bahntrassee fort. Er geriet dabei auf ein Abstellgeleise, wo ein Prellbock die Fahrt abrupt beendete.
Der Mann konnte überwältigt und festgenommen werden. Er befindet sich nun wieder in der Klinik Königsfelden. Der VW-Passat erlitt Totalschaden.