Suhr: Streit unter Asylbewerbern endete tödlich
Nach einem handfesten Streit zwischen einem Ukrainer und einem Kosovo-Albaner verstarb der 36-jährige Ksovo-Albaner. Der 26-jährige Ukrainer ergriff die Flucht. Er konnte inzwischen festgenommen werden und befindet sich in Untersuchungshaft.
Am Montag, 28. August 2000, ca. 2035 Uhr, kam es im Erstaufnahmeheim für Asylbewerber in Suhr zwischen einem Ukrainer und einem Ksovo-Albaner zu einem handfesten Streit. In dessen Verlauf stürzte der Kosvo-Albaner zu Boden, wo er vom Täter noch mit Fusstritten traktiert wurde. Darauf ergriff der 26-jähriger Ukrainer durch ein offenstehendes Fenster die Flucht, während der 36-jährige Kosovo-Albaner regungslos am Boden liegen blieb.
Die Besatzung der alarmierten Ambulanz konnte beim Opfer nur noch den Tod feststellen. Da keine äusseren Verletzungen feststellbar waren, ist die Todesursache noch unklar. Zur Klärung wurde eine Obduktion im Institut für Rechtsmedizin in Bern angeordnet.
Die nach dem Ukrainer eingeleitete Fahndung blieb vorerst ohne Erfolg. Dank der Meldung ein Drittperson, konnte er am Dienstagmorgen, 29. August 2000, 0840 Uhr, auf der Autobahn T5, Gemeindgebiet Buchs, angehalten und festgenommen werden. Er war zu Fuss Richtung Aarau unterwegs. Er wurde auf Verfügung des Bezirksamtes in Untersuchungshaft gesetzt.
Gemäss ersten Erkenntnissen soll es beim Streit um Turnschuhe gegangen sein, die der Kosovo-Albaner dem Ukrainer angeblich gestohlen haben soll.
Weitere Einzelheiten stehen noch nicht fest und sind Gegenstand der eingeleiteten Untersuchung.