Suhr: Kollision einer Zugskomposition der WSB mit einem Kind
Ein 6-jähriger Knabe wollte mit seinem Kindervelo das Geleise der WSB bzw. die Strasse überqueren. Der Wagenführer eines herannahenden Zuges konnte trotz einer Schnellbremsung die Kollision nicht mehr verhindern. Der Knabe wurde schwer verletzt und befindet sich in kritischem Zustand.
Am Dienstag, 22. August 2000, ca. 1545 Uhr, war ein in Suhr wohnhafter 6-jähriger Knabe mit seinem Kindervelo, versehen mit sogenannten Stützrädern, von Suhr Richtung Aarau unterwegs. Er hatte sich vom Wohnort seiner Grossmutter entfernt, ohne sich bei ihr abzumelden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass er sich nach Aarau, an den Arbeitsort seiner Mutter begeben wollte. Er fuhr zuerst auf einer parallel zur Tramstrasse verlaufenden Nebenstrasse, wobei zwischen dieser Nebenstrasse und der Tramstrasse das Geleise der WSB verläuft. Er gelangte schlussendlich in die Bühlstrasse und wollte dort mit seinem Velo das WSB-Geleise und die Tramstrasse überqueren. Ob zu diesem Zeitpunkt das Lichtsignal schon auf Rot stand, ist noch Gegenstand der Untersuchung. Tatsache ist, dass von Suhr herkommend eine WSB-Zugskomposition Richtung Aarau unterwegs war. Der Wagenführer sah das verunsicherte Kind auf eine Distanz von ca. 100 Metern. Er gab ein Warnsignal ab und leitete eine Schnellbremsung ein. Der Knabe soll noch versucht haben mit seinem Velo von der Schiene wegzukommen, was ihm aber nicht mehr gelang. Er wurde von der vorderen linken Ecke des Zuges erfasst und weggestossen. Ca. 20 Meter nach Kollision blieben der Knabe und sein Velo am linken Trasseerand liegen, während die ganze Komposition noch an ihm vorbeifuhr bis sie zum Stillstand kam.
Der 6-jährige erlitt schwere Verletzungen und musste in kritischem Zustand ins Kantonsspital nach Aarau übergeführt werden.