Stein: Brandanschlag auf Asylbewerberunterkunft geklärt
Die Kantonspolizei Aargau hat die mutmasslichen Täter ermittelt, die am 23. März 2008 einen "Molotow-Cocktail" gegen die Unterkunft geworfen hatten. Fünf Schweizer im Alter von 17 und 20 Jahren befinden sich in Untersuchungshaft.
Intensive Ermittlungen haben die Kantonspolizei auf die Spur der fünf jungen Schweizer geführt. Es handelt sich dabei um vier Männer und eine Frau. Einer ist 20 Jahre alt, die übrigen vier Personen sind alle 17-jährig. Drei stammen aus der Umgebung, zwei wohnen in den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Alle sind innerhalb der letzten Tage nacheinander verhaftet worden. Alle sind geständig und befinden sich nach wie vor in Untersuchungshaft.
Nach heutigen Erkenntnissen hielten sich die jungen Leute am fraglichen Abend in einem örtlichen Restaurant auf, wo sie auch Alkohol tranken. Gegen 01:00 Uhr verliessen sie dieses und begaben sich zu einer nahen Tankstelle. Dort füllten sie eine Bierflasche mit Benzin. Bei der nicht weit entfernten Asylbewerberunterkunft warf der 20-Jährige diese dann gegen ein Fenster im ersten Obergeschoss. Danach machte sich die Gruppe aus dem Staub.
Offenbar war der Entschluss zum Brandanschlag während des Aufenthalts im Restaurant spontan gefasst worden. Die Frage nach dem Motiv und den Absichten der jungen Leute ist noch nicht restlos geklärt. Allerdings steht fest, dass sie bewusst die Asylbewerberunterkunft als Ziel ausgewählt haben. Ein fremdenfeindlicher Akt steht somit im Vordergrund.
Der Brandsatz war am Fensterrrahmen zerbrochen und hatte das Fenster nicht durchschlagen. Somit hatte der Feuerball nur geringen Sachschaden verursacht und niemand war verletzt worden (siehe Medienmitteilung vom 23. März 2008).