Spreitenbach: Im Schnellzug auf der Flucht
Anlässlich einer Zugskontrolle wurde ein türkischer Staatsangehöriger wegen angeblich illegaler Einreise angehalten und da er keine Ausweise mitführte zwecks Identitätsfeststellung inhaftiert. Es stellte sich dann heraus, dass es sich bei ihm um einen aus der Strafanstalt in Zug entwichenen Häftling handelt.
Am Mittwochabend, 8. November 2000, befand sich eine Patrouille der Bereitschaftspolizei auf Zugskontrolle. Um 2220 Uhr kontrollierten sie im Schnellzug Zürich - Aarau, auf Gemeindegebiet Spreitenbach, einen Fahrgast. Dieser konnte sich nicht ausweisen. Er versuchte glaubhaft zu machen, dass er von Italien herkommend illegal in die Schweiz eingereist sei, um hier ein Asylgesuch zu stellen. Zudem klagte er über eine Verletzung am linken Fuss, die er sich in Italien, bei der Flucht vor einer Polizeipatrouille, zugezogen habe. Der Mann wurde auf den Polizeiposten Baden verbracht. Auf Verfügung des Bezirksamtes wurde er zwecks Identitätsfeststellung inhaftiert.
Die Identitätsfeststellung hat nun ergeben, dass es sich bei diesem Mann nicht um einen Asylbewerber, sondern um den am 8. November 2000 aus der Strafanstalt in Zug entwichenen Häftling (einen 21-jährigen Türken) handelt.