Spezial-Detachement der Kantonspolizei Aargau für mehr Sicherheit
Die Kantonspolizei Aargau erhöht ihre Präsenz an den bekannten "Hot Spots" im Kanton deutlich. Der Polizeikommandant Oberst Stephan Reinhardt hat hierfür ein Schwerpunkt-Element geschaffen, welches bis auf Weiteres die Sicherheit und Ordnung an den Brennpunkten erhöhen wird.
Brennpunkt Bahnhof Aarau
Eines der Einsatzgebiete des neuen Detachements "FORTE DUE" wird der Bahnhof Aarau sein. Mit dem Umbau steigerte sich dessen Anziehungskraft als Treffpunkt verschiedenster Personengruppen. Aus polizeilicher Sicht hat sich dort ein «Hot Spot» gebildet mit allen Begleiterscheinungen wie beispielsweise Kleinkriminalität, Drogenhandel, Gewalt und Pöbeleien. Eine wesentliche Rolle spielen dabei Asylsuchende, welche in Unterkünften im ganzen Kanton untergebracht sind.
Bereits seit Frühjahr 2011 hat die Kantonspolizei ihre uniformierte Präsenz sowie den Fahndungsdruck im Einzugsgebiet des Bahnhofs Aarau deutlich erhöht. Seither haben die Kantonspolizei und die Stadtpolizei Aarau in rund hundert Einzelaktionen über 2'000 Personen kontrolliert.
Zusätzliche Massnahmen notwendig
Die Kantonspolizei Aargau hat zusammen mit ihren Partnerorganisationen den Auftrag, Sicherheit und Ordnung im Kanton zu gewährleisten. Sie toleriert keine rechtsfreien Räume und insbesondere auch keine Drogenumschlagsplätze oder offenen Drogenszenen.
In diesem Jahr hat die Zahl der Asylsuchenden im Kanton Aargau markant zugenommen. Für die nächsten Monate wird mit einem weiteren Anstieg der Zuweisungen zu rechnen sein. Die aufgrund dieser Entwicklung zu erwartenden Sicherheitsprobleme machen zusätzliche Massnahmen erforderlich, welche nicht im Rahmen der normalen Organisationsstruk-turen der Kantonspolizei umgesetzt werden können. Aus diesem Grund hat der Polizeikommandant, Oberst Stephan Reinhardt, in Absprache mit dem Departementsvorsteher, Landammann Urs Hofmann, per 1. Dezember 2011 ein besonderes Detachement zum Einsatz gebracht. Dieses setzt sich aus Angehörigen der Kantonspolizei zusammen, welche von ihren angestammten Aufgaben entbunden werden. Die Polizistinnen und Polizisten werden sowohl uniformiert als auch zivil im Dienst sein und im ganzen Kanton an «Hot Spots» eingesetzt, wobei sich die Einsatzorte und Arbeitszeiten flexibel nach den aktuellen Erfordernissen richten werden.
Koordiniertes Vorgehen
Dieses Spezial-Detachement "FORTE DUE" stellt eine Erweiterung der bisherigen Massnahmen dar, welche sich bis anhin vor allem auf den Bahnhof Aarau fokussiert haben. Das Detachement "FORTE DUE" hat den Auftrag, Personen an «Hot Spots» zu kontrollieren, Straftaten zu verhindern, die Fahndung nach Straftätern zu intensivieren sowie den offenen Drogenhandel zu unterbinden. Erkannte Straftäter werden konsequent verzeigt. Unerwünschte Personen werden mit Fernhaltemassnahmen belegt. Sämtliche Aktionen erfolgen in enger Koordination mit der Staatsanwaltschaft, Jugendanwaltschaft sowie dem Amt für Migration und Integration.
Der Einsatz des Detachements "FORTE DUE" ist vorläufig auf 2 bis 3 Monate befristet. Über eine allfällige Verlängerung wird aufgrund der Erfahrungen und der Lageentwicklung entschieden. Nach Beendigung des Einsatzes werden die Aufgaben im Bereich der lokalen Sicherheit den hierfür zuständigen Regional- und Stadtpolizeiorganisationen übergeben.