Sins: Gewässerverschmutzung führte zu Fischsterben
In der Nacht trat auf einem Landwirtschaftsbetrieb eine grosse Menge Jauche aus, welche sich in einen Bach ergoss. Die starke Verschmutzung löschte das Leben in den betroffenen Gewässern aus.
Etliche Personen bemerkten am Donnerstagmorgen, 1. März 2012, dass der in die Reuss mündende Sinserbach getrübt war und stark schäumte. Während die gerufene Kantonspolizei erste Ermittlungen einleitete, meldete sich der Verursacher, welcher den Zwischenfall inzwischen bemerkt hatte. Als Quelle der Verschmutzung konnte dadurch ein Landwirtschaftsbetrieb in der Umgebung festgestellt werden.
Wie die Abklärungen vor Ort ergaben, waren im Verlauf der Nacht unbemerkt 20 bis 50 Kubikmeter Jauche aus einem Silo ausgetreten. Diese floss zunächst einem Feldweg entlang über ein Feld und ergoss sich dann in ein Bächlein. Dieses führte die Jauche in den Sinserbach, welcher in die Reuss mündet. Dort verdünnte sich die Jauche schliesslich. Durch die starke Verschmutzung verendeten jedoch in den betroffenen Bächen sämtliche Fische und Kleinlebewesen.
Die Kantonspolizei konnte klären, dass eine Fahrlässigkeit bei der Bedienung des grossen Jauchsilos zum folgenschweren Zwischenfall geführt hatte. Der Verursacher wurde an die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten verzeigt.