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Seon / Boniswil: "Taubstummer" war ein Dieb

Gestern wurde ein Passant von einem vermeintlich hörbehinderten Bettler angesprochen und in der Folge bestohlen. In Boniswil kontrollierte die Polizei fünf Rumänen, die sich ebenfalls als "taubstumm" ausgaben. Die Polizei mahnt um Zurückhaltung.

Der unbekannte Mann sprach den Passanten am Dienstag, 20. September 2011, in Seon auf der Strasse an. Dabei gab sich der Unbekannte als «taubstumm» aus und bettelte um Geld. Der Passant gab ihm zehn Franken, worauf ihn der Unbekannte umarmte. Dabei handelte es sich offensichtlich um ein Ablenkungsmanöver, musste doch der Passant wenig später erkennen, dass aus seinem Portemonnaie hundert Franken fehlten. Dieses war bei der Umarmung zu Boden gefallen. Der Dieb hatte sich mit der Beute bereits aus dem Staub gemacht.

Zur Mittagszeit fielen bei der Landi in Boniswil fünf Osteuropäer auf, die sich mit Zetteln ebenfalls als «Taubstumme» ausgaben und bettelten. Die herbeigerufene Regionalpolizei Seetal stiess wenig später in Seon auf die fünf Personen samt ihres Autos. Es handelte sich um zwei Erwachsene und drei Kinder im Alter von 11, 12 und 15 Jahren, allesamt Rumänen ohne festen Wohnsitz in der Schweiz. Wie sich zeigte war eines der Kinder bereits im Fahndungsregister ausgeschrieben. Ob die fünf Personen mit dem Diebstahl von Seon in Zusammenhang stehen, ist unklar.

Bereits seit einiger Zeit treten überall im Kanton Bettler auf, die sich als «taubstumm» ausgeben. Immer wieder kommt es dabei zu Diebstählen von Bargeld. Die Kantonspolizei rät davon ab, solchen Leuten Geld zu geben.