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Seengen: Auf der Flucht vor der Polizei in See gesprungen

Am späten Montagabend durchbrach ein Auto eine Polizeikontrolle, worauf zwei Männer zu Fuss flüchteten. Die Kantonspolizei konnte einen festnehmen. Der zweite sprang in den Hallwilersee und wurde am nächsten Morgen durchfroren aufgegriffen. Einer der beiden Serben ist in Haft, der zweite im Spital.

Bei einer Verkehrskontrolle wollte eine Patrouille der Kantonspolizei am Montag, 14. März 2011, um 23.20 Uhr ein Auto anhalten, das sich in rasanter Fahrt näherte. Kurz vor der Kontrollstelle drehte der Audi brüsk ab und stoppte unterhalb des Schlosses Brestenberg. Sofort stiegen zwei Männer aus und rannten davon. Die beiden Polizisten verfolgten die Flüchtenden zu Fuss und konnten einen der beiden in einem Dornengebüsch festnehmen. Obwohl die Fahndung sofort ausgeweitet und durch einen Polizeihund unterstützt wurde, gelang dem zweiten die Flucht.

Beim Festgenommenen handelt es sich um einen 34-jährigen Serben ohne festen Wohnsitz in der Schweiz. Beim Sprung von einer Mauer zog er sich leichte Verletzungen zu, die im Spital behandelt wurden. Inzwischen befindet er sich in Haft.

Am Dienstag, 15. März, sah eine Spaziergängerin um 6.30 Uhr beim Schloss Hallwil einen Mann, der im Wassergraben trieb und um Hilfe rief. Sie konnte ihn bergen und rief den Rettungsdienst. Eine Patrouille der Regionalpolizei Seetal war ebenfalls bald vor Ort und kümmerte sich weiter um den durchnässten und unterkühlten Mann. Die Ambulanz brachte ihn ins Kantonsspital Aarau, wo eine Lungenentzündung festgestellt wurde. Er bleibt bis auf weiteres in Spitalpflege.

Inzwischen steht fest, dass es sich beim 29-jährigen Serben um den zweiten Gesuchten handelt. Auf seiner Flucht vor der Polizei war er laut eigenen Aussagen in den Hallwilersee oder in den Aabach gesprungen.

Noch ist unklar, weshalb sich die beiden Serben in der Schweiz aufhalten. Beide haben bislang keinen plausiblen Grund für ihre Flucht liefern können. Die Kantonspolizei geht davon aus, dass es sich um sogenannte «Kriminaltouristen» handelt. Sie hat entsprechende Ermittlungen aufgenommen.