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Schinznach-Dorf: Fahrzeugbrand im Bözbergtunnel

Eine technische Ursache führte während der Fahrt zum Brand eines mit Möbeln beladenen Lieferwagens. Der Fahrzeuglenker und sein Mitfahrer brachten sich nach einem Löschversuch in einen Querstollen in Sicherheit. Sie erlitten leichte Rauchvergiftungen und wurden zur Beobachtung ins Spital gebracht. Weitere Personen kamen nicht zu Schaden. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest.


Am Montag, 11. März 2002, 16.42 Uhr, meldete das automatische Brandmeldesystem vom Bözbergtunnel der Autobahn A3 einen Brand im Tunnel, Fahrbahn Richtung Zürich. Auf der Verkehrsüberwachungsanlage in der Verkehrsleitzentrale in Schafisheim war ca. 1 Kilometer vor dem Tunnelende ein brennender, auf der rechten Fahrspur stehender Lieferwagen zu erkennen. Die Brandfallsysteme wie die automatische Tunnelsperre etc. funktionierten schnell und einwandfrei.
Sofort wurden die Stützpunktfeuerwehren von Frick und Brugg, rund 50 Mann, alarmiert. Diese konnten unter Einsatz von Atemschutz rasch zum brennenden Fahrzeug vordringen. Bereits um 17.20 Uhr war der Brand vollständig gelöscht und die Polizei konnte sich ohne Atemschutz der Tatbestandsaufnahme im Tunnel annehmen.
Der Chauffeur und der Mitfahrer des Lieferwagens IVECO erlitten leichte Rauchvergiftungen und wurden mit der Ambulanz zur Beobachtung ins Spital gebracht. Andere Personen sind nicht zu Schaden gekommen.
Durch den Umstand der raschen Tunnelsperrung und der Tatsache, dass das Fahrzeug nicht von allem Anfang an in Vollbrand stand, konnten die nachfolgenden Fahrzeuge noch auf der Überholspur am brennenden Fahrzeug vorbei aus dem Tunnel fahren, so dass sich beim Eintreffen der Feuerwehren keine weiteren Fahrzeuge mehr im Tunnel befanden. Der Lieferwagenlenker und sein Mitfahrer hatten sich nach einem ersten Löschversuch in einen Querstollen in Sicherheit gebracht.
Auf dem Lieferwagen mit offener Ladebrücke waren Möbel geladen. Wie bis jetzt feststeht, muss eine technische Ursache zu diesem Fahrzeugbrand geführt haben. Gemäss Aussagen der beiden Männer schlugen plötzlich Flammen aus den Lüftungsschlitzen, worauf sie ihr Fahrzeug anhielten und versuchten zu löschen, dies aber ohne Erfolg. Das Fahrzeug und die Ladung wurden zerstört.

Um 18.30 Uhr war das ausgebrannte Wrack abtransportiert und der Unterhaltsdienst konnte sich der Kontrolle der Tunneleinrichtungen annehmen. Bedingt durch den Brand wurde die Beleuchtung auf einer Länge von 200 Metern unterbrochen. Der Tunnel Richtung Zürich (Weströhre) bleibt für mehrere Stunden gesperrt. Der Verkehr Richtung Zürich wurde auf die Gegenfahrbahn übergeleitet und im Gegenverkehr durch die Oströhre geführt. Die Sperrung Weströhre wird voraussichtlich am frühen Dienstagmorgen wieder aufgehoben.
Die Höhe des entstandenen Sachschadens steht im Moment noch nicht fest.