Schinznach Dorf: Brand eines Reisecars im Bözbergtunnel
Ein portugiesischen Reisecar, welcher auf der Autobahn A3 in Richtung Basel unterwegs war, musste infolge eines Motorbrandes im Bözbergtunnel stoppen. Durch die starke Rauchentwicklung musste der Bözbergtunnel in beide Fahrtrichtungen für längere Zeit gesperrt werden. Personen wurden nicht verletzt.
Am Abend des 13.04.2006, um 20.30 Uhr, meldete das Sicherheitssystem des Bözbergtunnels eine Sichttrübung. In der Verkehrsleitzentrale Schafisheim konnte in der Folge mittels der Überwachungskameras eine dichte Rauchentwicklung festgestellt werden. Sofort wurden der Bözberg- und der Habsburgtunnel in Fahrtrichtung Basel gesperrt.
Die erste eintreffende Polizeipatrouille nahm dann im Tunnel eine Kontrolle vor. Ausgerüstet mit Schutzmasken konnte wegen des dichten Rauches das Verursacherfahrzeug vorerst nicht lokalisiert werden. Die Meldung eines Verkehrsteilnehmers, dass ein Reisecar gebrannt habe, führte die Polizei und die Feuerwehr, zum Brandobjekt, welches sich ca. 400 m im Tunnelinnern beand. Bei deren Eintreffen war der Motorbrand bereits durch den Chauffeur und Mitreisende gelöscht worden. Äusserlich war am Fahrzeug kein Schaden ersichtlich.
Wegen der sehr starken Rauchentwicklung begaben sich die rund 40 Insassen des portugiesischen Reisecars (portugiesische Touristen) und weitere Fahrzeuglenker, welche noch in den Tunnel eingefahren waren, in die Rettungsstollen. Einige Personen verliessen den Tunnel zu Fuss in Richtung Basel. In der Folge wurden die Personen durch ein aufgebotenes Transportfahrzeug aus dem Tunnel gebracht.
Die Bergungsarbeiten und die Kontrolle der Sicherheitstechnischen Anlagen nahmen relativ viel Zeit in Anspruch. So konnte der Bözbergtunnel, in Fahrtrichtung Zürich um 21.10 wieder einstreifig freigegeben werden. Fahrtrichtung Basel war die Bözbergstrecke während 1 ¾ Stunden gesperrt. Dadurch entstand ein Rückstau bis zum Anschluss Brugg.
Durch die schnelle Tunnelsperrung fuhren nur wenige Fahrzeuge in den stark verrauchten Tunnel. Die Personen im Tunnel wurden fortlaufend via Tunnelbeschallung und Autoradio über das Ereignis und die Verhaltensmassnahmen informiert. Die Betroffenen konnten so ohne Panik geordnet aus dem Tunnel geführt werden. Nachdem anfänglich bei einzelnen Personen der Verdacht auf eine Rauchvergiftung bestand, konnte bald Entwarnung gegeben werden. Es kamen bei diesem Ereignis somit keine Personen zu Schaden.
Die zwischen dem Autobahnanschluss Brugg und dem Bözbergtunnel wartenden Fahrzeuglenker brauchten an diesem Abend viel Geduld. Das Geschehen normalisierte sich erst ca. um 22.30 Uhr, das heisst rund zwei Stunden nach dem Ereignis.