Rieden: Brandanschlag auf Dancing geklärt
Die Täter des Brandanschlages auf das Dancing Goldwand konnten ermittelt werden. Es handelt sich um zwei Kosovo-Albaner im Alter von 23 und 25 Jahren. Das Motiv war Vergeltung.
Wie berichtet, wurde in den frühen Morgenstunden des 24. Februar 2002 auf das Dancing Goldwand in Rieden ein Brandanschlag verübt, wodurch ein Schaden von rund 20'000 Franken entstanden ist.
Es bestand von allem Anfang an der Verdacht, dass diese Tat mit einem Zwischenfall, der sich im Laufe der Nacht vor dem Lokal abgespielt hatte, wobei 2 Gruppierungen aus dem Balkan einen handgreiflichen Streit hatten, im Zusammenhang stehen dürfte. Einer der Beteiligten war dabei durch einen Faustschlag ins Gesicht so verletzt worden, dass er sich für einige Tage in Spitalpflege begeben musste. Die umfangreichen Ermittlungen durch die Polizei führten schlussendlich zum 25-jährigen Cousin des Verletzten. Er und sein 23-jähriger Kollege, beide Kosovo-Albaner, konnten als Täter des Brandanschlages ermittelt werden. Sie wurden auf Verfügung des Bezirksamtes in Untersuchungshaft genommen. Nachdem sie die Tat gestanden haben, sind sie am 5.März wieder aus der Haft entlassen worden.
Heute steht folgendes Fest:
Der 25-jährige Kosovo-Albaner war überzeugt, dass der Betreiber des Dancings wusste, wer seinen Cousin zusammengeschlagen hatte, ihm aber die Auskunft verweigerte. Nun entschloss sich der Kosovo-Albaner gegenüber dem Lokalbetreiber Vergeltung zu üben. Er füllte eine Flasche mit Benzin, liess sich von seinem 23-jährigen Kollegen und Landsmann nach Rieden zur Goldwand chauffieren und verübte dort den Brandanschlag. Anschliessend fuhren sie an ihren Wohnort im Bezirk Baden zurück.