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Rheinfelden/A3: Ermittlungen gegen Falschfahrer abgeschlossen (Nachtrag)

Die Kantonspolizei hat ihre Ermittlungen gegen den 30-jährigen Serben abgeschlossen, der am letzten Sonntag stark alkoholisiert und in halsbrecherischer Weise auf der Autobahn unterwegs war. Der Mann verbrachte mehrere Tage in Untersuchungshaft.

Die Kantonspolizei hat neben dem 30-jährigen Serben inzwischen die Beteiligten der von ihm verursachten Verkehrsunfälle sowie etliche Augenzeugen eingehend befragt. Die Kantonspolizei kennt nun die Einzelheiten der teilweise haarsträubenden Fahrmanöver des Mannes.

Nach heutigen Erkenntnissen hatte sich der Mann in der Nacht auf Sonntag, 25. Mai 2008, in einer Disco im Kanton Solothurn aufgehalten. Bereits dort soll er negativ aufgefallen sein, wobei er grosse Mengen Alkohol getrunken hatte. Obwohl ihn andere Besucher des Lokals daran hindern wollten, setzte er sich folglich in das graue Mercedes-Cabrio und fuhr davon.

Auf der A2 in Richtung Basel drängte er kurz vor 03:00 Uhr mit hoher Geschwindigkeit einen anderen Automobilisten ab. Wenig später erfasste ein stationäres Radargerät in Tenniken/BL den Mercedes mit einer Geschwindigkeit von 217 km/h.

Im Bereich des Anschlusses A2/A3 verursachte der Serbe eine Streifkollision mit einem anderen Auto. Ohne sich darum zu kümmern fuhr er weiter - diesmal aber nur mit Innerortsgeschwindigkeit. Mehrmals hielt er plötzlich an und gefährdete so andere Automobilisten.

Auf der A3 bei Rheinfelden stellte er den Mercedes dann quer auf die Fahrbahn und nötigte die anderen Fahrzeuge zum Anhalten. Ein Automobilist stieg aus und wollte dem Serben den Fahrzeugschlüssel abnehmen. Dies misslang, worauf dieser mit hoher Geschwindigkeit davonfuhr.

Kurz darauf wendete er und fuhr als Falschfahrer in Richtung Basel. Plötzlich hielt er in falscher Fahrtrichtung mitten auf der Autobahn abermals an. Er stellte sogar den Motor ab und löschte das Licht. Als weitere Autos nahten, startete er und fuhr frontal und gezielt auf diese zu. Weil diese ausweichen konnten, versuchte er sogar, sie rückwärts fahrend zu rammen.

Als dies nicht gelang setzte er seine höchst riskante Fahrt in falscher Richtung fort. Dabei kam es bei Rheinfelden zur unvermeidlichen Kollision mit einem anderen Auto. Die beiden Insassen wurden verletzt und mussten ins Spital gebracht werden.

Bei dieser Kollision wurde der Mercedes so stark beschädigt, dass er nicht mehr fahrbar war. Damit endete die halsbrecherische Irrfahrt des Serben gegen 03:30 Uhr. Die inzwischen eingetroffene Kantonspolizei nahm den stark alkoholisierten Mann fest. Im Spital, wo er eine Blut- und Urinprobe abgeben musste versuchte er, zu flüchten. Noch am gleichen Morgen setzte ihn das Bezirksamt in Untersuchungshaft.

Gegenüber der Kantonspolizei hat der im Kanton Basel-Stadt wohnhafte Serbe zu Protokoll gegeben, dass er sich nicht an die Ereignisse erinnern könne. Seine Motive für die halsbrecherische Fahrweise bleiben unklar. Die Kantonspolizei hat ihm den Führerausweis abgenommen.

(Siehe auch Medienmitteilung vom 25. Mai 2008)