Reinach: Bedrängt und bestohlen (Zeugenaufruf)
Zwei unbekannte Frauen und ein Mann bedrängten gestern Nachmittag eine Passantin und stahlen ihr dabei 200 Franken aus dem Portemonnaie. Zudem entrissen sie dem Opfer mehrere Goldringe. Danach flüchteten die Diebe und konnten trotz Fahndung nicht gefasst werden.
Die 39-jährige Passantin hatte am Dienstagnachmittag, 15. Juni 2010, in der Migros-Filiale eingekauft und rauchte bei der Anlieferungsrampe eine Zigarette. Etwa um 15.15 Uhr hielt plötzlich ein älterer silbergrauer BMW mit deutschen Kontrollschildern, der mit vier Personen besetzt war.
Sogleich stieg der Beifahrer aus und kam auf die 39-Jährige zu. Er packte sie am Arm und drängte sie zu den nahen Abfallcontainern. In gebrochenem Deutsch forderte er Geld. Nun stieg auch eine Frau aus dem Auto und bedrängte die Passantin handgreiflich. Auch sie verlangte Geld. Die 39-Jährige gehorchte und nahm ihr Portemonnaie hervor. Die unbekannte Frau griff sofort hinein und nahm zwei Hundertfrankennoten heraus. Inzwischen war auch die dritte Mitfahrerin des Autos ausgestiegen. Sie befahl der 39-Jährigen, ihr Gold zu geben und begann dreist, ihr die Fingerringe abzustreifen. Als sich die Diebin sogar an der Halskette der Frau zu schaffen machte, wehrte sich diese verbal. Gleichzeitig nahten auch zwei Passanten. Die drei Diebe stiegen nun ins Auto ein und fuhren weg.
Die Passanten betreuten das verstörte Opfer und alarmierten die Kantonspolizei. Patrouillen der Kantonspolizei und der Regionalpolizei fahndeten sofort nach den Dieben, konnten diese aber nirgends mehr antreffen.
Der Beifahrer im BMW ist etwa 30 Jahre alt, 160 cm gross und von fester Statur. Die eine Komplizin ist etwa 35 Jahre alt, 150 cm gross, von normaler Statur und hat lange schwarze, zu einem Knoten gebundene Haare. Die zweite Frau ist etwa 45 Jahre alt, 140 cm gross und fest. Auch ihre schwarzen Haare waren zu einem Knoten gebunden. Sie weist auffällige Goldzähne auf. Wie ihre Mittäterin trug sie einen langen dunklen Rock. Alle drei Personen haben einen dunklen Teint, sprachen gebrochen deutsch und dürften aus Osteuropa stammen. Vom Fahrer, der die ganze Zeit im Auto wartete, liegt kein Signalement vor.
Die Kantonspolizei in Reinach (Telefon 062 765 50 00) bittet Personen, denen der BMW oder die Insassen aufgefallen sind, sich zu melden.
Ebenfalls am Dienstagnachmittag fielen im Kanton Aargau mehrmals Osteuropäer auf, die Passanten Gold zum Kauf anboten. Trotz sofortiger polizeilicher Fahndung blieben die verdächtigen Personen verschwunden.