Hauptmenü

Alle KAPO-Medienmitteilungen

Region Brugg: Mutmassliche Schlägerbande ermittelt

Die Kantonspolizei Aargau konnte elf Jugendliche im Alter zwischen 15 und 17 Jahren ermitteln. In verschiedener Zusammensetzung hatten diese wahllos junge Passanten angepöbelt und verprügelt. Alle Opfer erlitten Verletzungen.

Zwischen März und Juli 2006 war es im Raum Brugg immer wieder zu ähnlichen Vorfällen gekommen, bei denen unbekannte Jugendliche in Gruppen andere Personen angepöbelt und danach verprügelt hatten. Nach einem neuerlichen Vorfall im Juli 2006 gewann die Kantonspolizei Aargau erstmals konkrete Erkenntnisse über mögliche Täter und leitete intensive Ermittlungen ein.

Die Abklärungen führten schliesslich zu elf Jugendlichen. Ihnen konnte die Kantonspolizei fünf entsprechende Gewalttaten nachweisen. In unterschiedlicher Besetzung gingen diese willkürlich auf Passanten zu und fragten diese etwa nach Zigaretten oder Marihuana. Ungeachtet derer Reaktion versetzten sie den Opfern Schläge und Fusstritte. Bei einem Vorfall am Bahnhof Brugg verfolgten die Jugendlichen zu sechst drei Gleichaltrige und verprügelten diese anschliessend mit einem Armierungseisen und Holzlatten. In einem anderen Fall drückte einer der Beschuldigten dem Opfer eine brennende Zigarette an den Hals.

Die Opfer im Alter zwischen 15 und 21 Jahren erlitten mehrheitlich Schürfungen und Prellungen. Ein junger Mann verlor durch einen Faustschlag einen Schneidezahn.

Acht der mutmasslichen Täter stammen aus Serbien-Montenegro. Bei den drei übrigen handelt es sich um gebürtige Schweizer. Alle wohnen im Bezirk Brugg. Die Jugendanwaltschaft nahm acht von ihnen vorübergehend in Untersuchungshaft. Inzwischen sind alle wieder auf freiem Fuss. Gegenüber der Polizei gaben die offensichtlich von der "Hip-Hop-Kultur" geprägten Jugendlichen an, ihre Opfer aus Langeweile verprügelt zu haben.

Die Kantonspolizei Aargau hat das Ermittlungsverfahren vor einigen Tagen abgeschlossen und die Akten der Jugendanwaltschaft überwiesen.