Oftringen: Täter vom Tötungsdelikt ermittelt
Nach mehrtägigem Leugnen hat einer der vier Inhaftierten die Tat gestanden. Beim Täter handelt es sich um einen 25-jährigen Iraker, Asylbewerber. Er befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft während die andern entlassen wurden.
Wie berichtet, wurde am 10. September 2001, ca. 17.30 Uhr, vor der Unterkunft für Asylbewerber in Oftringen in einem Streit ein 22-jähriger Mongole durch einen Messerstich so schwer verletzt, dass er kurz nach der Einlieferung ins Spital verstarb. Im Zusammenhang mit dieser Tat wurden gesamthaft 4 Männer, 3 Iraker und 1 Mongole inhaftiert.
Nach mehrtägigem Leugnen hat nun einer der Iraker, ein 25-jähriger Asylbewerber, gestanden, dem Opfer den tödlichen Stich zugefügt zu haben. Es konnte auch noch ein zweites Rüstmesser sichergestellt werden, bei dem es sich eindeutig um das Tatmesser handelt. Dieses war nach der Tat von einem der Inhaftierten und Kollegen des Täters mitgenommen und in Zofingen versteckt worden.
Grund für diese folgenschwere Auseinandersetzung waren offensichtlich gegenseitige Anpöbeleien die nicht zuletzt auf den vorgängig reichlichen Alkoholkonsum einzelner Beteiligter zurückzuführen sein dürften.
Der Täter befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft. Die andern Beteiligten wurden inzwischen aus der Haft entlassen. Zwei von ihnen werden sich zu einem späteren Zeitpunkt wegen Begünstigung verantworten müssen, versuchten sie doch durch das Verschweigen von Tatsachen den Täter zu schützen.
Weitere Einzelheiten sind Gegenstand der laufenden Untersuchung.