Oftringen: 19 Personen nach Asylbewerberkontrolle verzeigt
Bei einer polizeilichen Kontrolle der Asylbewerberunterkunft Oftringen wurden am Dienstag 19 Personen angehalten und verzeigt. Ein 31-jähriger Algerier wurde in Haft genommen. Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm konnte 9 Asylbewerber mittels direkt ausgesprochenem Strafbefehl aburteilen.
Am Dienstagvormittag, 26. Juni 2012 führte die Kantonspolizei Aargau in Zusammenarbeit mit der Regionalpolizei Zofingen sowie der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm eine eingehende Kontrolle in der Asylbewerberunterkunft in Oftringen durch. Dabei standen mehr als zwei Dutzend Polizisten im Einsatz.
In der Unterkunft, welche hauptsächlich Asylbewerber mit Nichteintretensentscheid nutzen, konnten 19 Personen angehalten werden, deren Asylgesuch rechtskräftig abgewiesen worden war und die die Schweiz trotz Aufforderung nicht verlassen haben.
Sie wurden alle umgehend polizeilich befragt und verzeigt. Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm konnte von den ausnahmslos bereits vorbestraften Männern neun direkt mit einem Strafbefehl aburteilen. Es wurden dabei unbedingte Freiheitsstrafen von mehreren Monaten ausgefällt. Die übrigen 10 Personen konnten nicht sofort abgeurteilt werden, da gegen diese Personen teils umfangreiche Strafuntersuchungen wegen anderen Delikten hängig sind.
Ein 31-jähriger Algerier musste festgenommen und aufgrund einer bereits verfügten Freiheitsstrafe dem Strafvollzug zugeführt werden. Zudem wurde bei ihm ein lebendiges Huhn, in einer Kartonschachtel gehalten, festgestellt. Diesbezüglich wird er wegen Tierschutzgesetz-Widerhandlung zusätzlich verzeigt.
Ein weiterer Asylbewerber musste wegen geringfügigem Drogenbesitz (Marihuana) zur Anzeige gebracht werden.
Diese polizeilichen Kontrollen und Durchsuchungen von Asylbewerberunterkünften finden im ganzen Kantonsgebiet regelmässig statt.