Obererlinsbach: Zwei Angehörige einer rumänischen Diebesbande verhaftet - Aufruf der Polizei.
Durch die Festnahme eines 23-jährigen und eines 28-jährigen Rumänen am Sonntag Nachmittag, 6. August 2000, bestätigt sich der Verdacht, dass Angehörige einer rumänischen Diebesbande im Aargau ihr Unwesen treiben.
Die beiden Rumänen wurden um 16-Uhr in Obererlinsbach von einer Polizeipatrouille schlafend in einem Rebhäuschen angetroffen. Sie hatten Werkzeuge bei sich, wie solche bei zahlreichen Wohnungseinbrüchen und PW-Aufbrüchen in der vergangenen Zeit im Aargau verwendet wurden. Der Untersuchungsrichter verfügte die Inhaftierung der beiden Männer.
POLIZEIAUFRUF
Vieles spricht dafür, dass mehrere Angehörige einer Rumänenbande, zu jener womöglich auch die am Sonntag verhafteten Männer gehören, in der Nacht vom Samstag zum Sonntag, 5./6. August 2000, im Fricktal und in der Grossregion Brugg und Aarau zahlreiche Straftaten verübt haben. Die Polizei sieht folgende Tatzusammenhänge:
1. In der Nacht vom Freitag zum Samstag, 4./5. August, wurden in Obersiggenthal/Nussbaumen, bei einem Einbruch in die VW/AUDI-Garage HITZ AG, zwei Neuwagen entwendet und evtl. in der gleichen Nacht oder nur wenige Tage vorher wurden in Windisch zahlreiche Einbrüche in Schrebergartenhäuschen verübt. Wir verweisen auf das entsprechende Pressebulletin.
2. In der Samstagnacht, 5. August 2000, kam ein im Kanton Thurgau entwendeter Personenwagen FORD-Explorer in Oberbözberg von der Strasse ab und blieb im Wiesland stecken. Die Täter flüchteten unerkannt.
3. In der Nacht vom Samstag zum Sonntag, 5./6. August, erfolgte in das nur zirka 3 Kilometer entfernte Waldhaus der Gemeinde Villnachern ein Einbruch, wobei die Täter buchstäblich ein Fressgelage abhielten, eine grosse Menge Bier und Schnäpse konsumierten und eine unbeschreibliche Unordnung hinterliessen. Die Polizei geht davon aus, dass mindestens 7 Täter am Werk waren.
4. In der gleichen Nacht wurden in Villnachern an zwei Personenwagen mit Brachialgewalt die Türen aufzubrechen versucht. Indes hatten die Täter keinen Erfolg. Die Polizei schliesst aber nicht aus, dass die Diebe evtl. bei einem anderen Fahrzeug mehr Glück hatten, der Diebstahl bis jetzt aber noch nicht bemerkt wurde.
Insgesamt 4 ähnliche PW-Aufbrüche und Aufbruchversuche erfolgten am Samstag, 5. August, in Möhlin und in Eiken.
Die Polizei richtet folgenden Aufruf an die Öffentlichkeit:
Bei der Ermittlung der Täterschaft ist die Polizei auf die Mithilfe der Bevölkerung und auf jeden noch so geringen Hinweis dringend angewiesen.
Melden sie Beobachtungen von verdächtigen Personen oder Fahrzeugen sofort über den Notruf 117 der Polizei.
Dieser Aufruf richtet sich vor allem an Leute, die sich viel im Feld oder im Wald aufhalten, also an Landwirte, Förster, Waldarbeiter, Jäger, Jogger, Spaziergänger, usw.. Erfahrungsgemäss verstecken sich die Angehörigen von Rumänenbanden tagsüber oftmals in selbst errichteten, primitiven Lagerstätten in Wäldern oder suchen Unterschlupf in abgelegenen Schuppen, Garten- und Rebhäuschen.