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Oberentfelden: Kollision Zug/Lastwagen fordert 12 Verletzte

Bei der Kollision auf einem unbewachten Bahnübergang zwischen einem Regionalzug der SBB und einem Lastwagen wurden 12 Personen leicht bis mittelschwer verletzt. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Sachschaden auf über eine Million Franken.


Heute Donnerstagmorgen, 20. Februar 2003, 09.06 Uhr, war der Regionalzug Nr. 6460, Zofingen - Aarau, mit ca. 100 km/h von Kölliken Richtung Oberentfelden unterwegs. Zur selben Zeit fuhr ein Lastwagen auf der parallel zum Bahngeleise verlaufenden Kantonsstrasse in gleicher Richtung. Höhe TopTip bog der Chauffeur mit seinem Lastwagen nach rechts auf den unbewachten Bahnhübergang ab, um auf eine Baustelle zu gelangen. Dabei übersah der Chauffeur den Zug. Der Lokomotivführer gab noch ein Signal, leitete eine Schnellbremsung ein und verliess den Führerstand. Die Kollision konnte aber nicht mehr verhindert werden. Der Zug kollidiert frontal mit der rechten Seite des Lastwagens. Dadurch wurde der Lastwagen in Teile gerissen, wobei die Führerkabine samt Chauffeur in den angrenzenden Schrebergarten geschleudert wurde. Vom Zug, bestehend aus dem Steuerwagen, dem 1./2.Klasswagen und dem Triebwagen, entgleisten anschliessend die ersten beiden Wagen. Diese kamen ebenfalls in der Schrebergartenanlage zum Stillstand.
Im Zug dürften sich gegen 20 Personen befunden haben. Die genaue Zahl ist nicht bekannt, haben doch einige unverletzt gebliebene die Unfallstelle vor dem Eintreffen der Rettungskräfte zu Fuss verlassen.
Gesamthaft wurden 12 Personen verletzt. Davon wurden 8 mit Ambulanzen ins Kantonsspital nach Aarau und 4 ins Spital nach Zofingen gebracht. Wie inzwischen feststeht, wurde niemand schwer verletzt. Der Chauffeur des Lastwagens erlitt einen Schock und eine Gehirnerschütterung und der Lokomotivführer eine Gehirnerschütterung und Schnittwunden im Gesicht. Von den Reisenden erlitt eine Person einen Rippenbruch und eine Person eine Knieverletzung. Die andern 8 Personen erlitten Prellungen und Quetschungen.
Nach ersten Erkenntnissen hätte der Lastwagenchauffeur diesen Bahnübergang nicht befahren dürfen. Entsprechende Abklärungen sind noch im Gange. Dies ist aber für den Unfallhergang als solches irrelevant.
Der Schaden am Lastwagen, am Rollmaterial, an der Geleiseanlage und an diversen Schrebergartenhäuschen wird auf über eine Million Franken geschätzt. Mit der Bergung des Rollmaterials wurde bereits begonnen. Bevor mit der Instandstellung der Geleiseanlage begonnen werden kann, muss mit Motoren- und Dieselöl verschmutztes Erdreich ausgebaggert und umweltgerecht entsorgt werden.
Bis die Arbeiten abgeschlossen sind, bleibt auch die Hauptstrasse zwischen Oberentfelden und Kölliken gesperrt. Der Verkehr wird örtlich umgeleitet.