Oberentfelden: Kollision mit Zug fordert zwei Todesopfer
Durch eine Kollision zwischen einem Roller-Lenker und einer Zugskomposition der SBB auf einem unbewachten Bahnübergang sind der Rollerfahrer und sein Mitfahrer ums Leben gekommen.
Am Samstag, 16. Oktober 2004, kurz vor 1600 Uhr, fuhr der 16-jährige Lenker eines Rollers, mit seinem 12-jährigen Bruder als Mitfahrer, aus dem Feldweg "Schürlimatt" in Oberentfelden über den mit einem Fahrverbot belegten, unbewachten Bahnübergang in Richtung Köllikerstrasse. Auf dem Bahnübergang wurde der Roller durch eine aus Oberentfelden in Richtung Kölliken fahrende Zugskompositon der SBB erfasst. Die beiden Brüder sind durch die Aufprallwucht sofort getötet worden.
Der Roller wurde durch die Kollision total zerstört und fing Feuer, weil ein mit Modellbenzin gefüllter, mitgeführter Kanister durch die Kollision geplatz war und der Inhalt mit einer Detonation verbunden in Brand geraten ist.
Trotz sofort eingeleiteter Vollbremsung konnte der Lokführer die Zugskomposition nicht rechtzeitig anhalten. Die ca. 30 Insassen des Zuges wie der Lokfüher selbst blieben unverletzt und wurden sehr schnell nach dem Unfall durch eine Sanitätsgruppe der Feuerwehr Kölliken betreut. Dem Lokführer wie den Reisenden wurde seitens der SBB psychologische Hilfe angeboten. Zur Betreuung der Angehörigen wurden Mitglieder des Care-Teams Aargau aufgeboten.
Der Verkehr zwischen Oberentfelden und Kölliken wurde durch die loklalen Feuerwehren umgeleitet. Der Zugbetrieb musste für ca. 2,5 Stunden eingestellt werden.
Zur Klärung der genauen Umstände dieses tragischen Unfalles wurde die Unfallgruppe der Mobilen Einsatzpolizei aufgeboten.