Neuenhof: ungewöhnlicher Verkehrsunfall auf der A1
Auf der Fahrt Richtung Zürich rastete der Mitfahrer in einem PW plötzlich aus und riss die Lenkerin am Arm, wodurch es zu einem Unfall kam. Schlussendlich wollte sich der psychisch angeschlagene Mann in die Limmat stürzen, liess aber nach einiger Zeit von seinem Vorhaben ab und konnte arretiert werden. Er befindet sich zur Zeit in ärztlicher Obhut.
Am Montag, 19. März 2001, 1100 Uhr, war eine Frau aus dem Bezirk Kulm mit ihrem PW Toyota auf der Autobahn A1 Richtung Zürich unterwegs. Sie war in Begleitung ihres Freundes aus Finnland, der für einige Zeit als Tourist in der Schweiz weilte. Die Frau wollte ihn nun für die Heimreise nach Kloten bringen.
Auf der Fahrt kam es offenbar zu einem verbalen Streit. Auf Gemeindegebiet Neuenhof packte der 31-jährige Finne seine Freundin plötzlich am rechten Arm. Sie befand sich zu diesem Zeitpunkt auf der ersten Überholspur und war eben im Begriffe ein Sattelmotorfahrzeug zu überholten. In der Folge kollidierte der Toyota zuerst seitlich mit dem Sattelmotorfahrzeug, schleuderte an diesem vorbei auf den Pannenstreifen und kollidierte dort mit der Randleitplanke. Schlussendlich kam das Auto im Bereich der Limmatbrücke zum Stillstand. Der offenbar psychisch angeschlagene Mitfahrer verliess das Auto, begab sich auf die Brücke und drohte sich ins Wasser zu stürzen. Sicherheitshalber wurde
sofort die Feuerwehr Wettingen alarmiert, die für eine allfällige Rettung mit einem Boot zum Limmatviadukt ausfuhren.
Um ca. 1130 Uhr liess der Finne dann von seinem Vorhaben ab und konnte durch Polizisten arretiert werden. Er wurde mit der Ambulanz ins Kantonsspital nach Baden gebracht, wo er sich bis zur Einweisung in eine psychiatrische Klinik in ärztlicher Obhut befindet.
Der Schaden an den Fahrzeugen und an den Autobahneinrichtungen wird auf rund 12'000 Franken geschätzt. Personen wurden keine verletzt. Um ca. 1215 Uhr war die Unfallstelle geräumt und der Verkehr konnte wider normal zirkulieren.