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Neue Kräfte für die Kantonspolizei

Gelöbnisformel und Handschlag über der Aargauer Fahne: Auf Schloss Lenzburg hat Landammann Kurt Wernli die Absolventinnen und Absolventen der Polizeischule 47 im Namen des Regierungsrates in die Pflicht genommen und damit als vollwertige Polizeiangehörige ins Korps der Kantonspolizei aufgenommen.

9 Aspirantinnen und 22 Aspiranten vereidigt

Vor knapp einem Jahr, am 6. September 2005, traten 9 Frauen und 22 Männer in die Polizeischule 47 ein. Mit der Inpflichtnahme sind sie heute Polizistinnen und Polizisten geworden. Landammann Kurt Wernli: "Sie sind bereit, sich für die Sicherheit im Kanton Aargau mit voller Kraft und vollem Engagement einzusetzen!"

Alles andere als 08/15-Typen

Raphael Humbel, Polizeiaspirant, blickte in seiner Ansprache u.a. auf die erfolgreiche Ausbildung zurück: "Vor einem Jahr haben wir entschieden, uns einer neuen Herausforderung zu stellen, um auf dem dritten Bildungsweg ein neues Handwerk zu erlernen. Die Kantonspolizei Aargau hat einmal mehr ihren Nach-wuchs erfolgreich ausgebildet und nimmt die Aspiranten und Aspirantinnen, alles andere als 08/15-Typen, am heutigen Tag in das Korps auf."

Vielfältige Anforderungen

Die Anforderungen, die an die Polizei in der heutigen individualisierten und globalisierten Gesellschaft gestellt werden, nehmen ständig zu. Gute Fachkompetenz alleine genügt nicht mehr. Sie wird von den Bürgerinnen und Bürgern als Selbstverständlichkeit betrachtet. Reine Sozialkompetenz reicht aber auch nicht aus. Derjenige, der die Polizei herausfordert, geht mit der Zeit, ist äusserst mobil und kennt die technischen Finessen in allen Varianten. Landammann Kurt Wernli: "Gefragt ist heute der Allrounder, das heisst der fachliche Alleskönner, der Helfer und Freund in den Notsituationen des Alltags. Gefragt ist der Polizist, der die schwierige Gratwanderung beherrscht vom Durchsetzen der Gesetze mit der nötigen Verhältnismässigkeit, gepaart mit Charme und Menschlichkeit und dies zu allen Tages- und Nachtzeiten. So vielfältig die Anforderungen auch sind, eines haben sie gemeinsam: Die Grundlage für gute Polizeiarbeit ist der motivierte und engagierte Mitarbeitende in einem motivierten Team. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Institution Polizei ist ein Zeichen des Vertrauens in die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizei. Es ist aber auch ein Zeichen der Anerkennung und des Dankes."

Die richtige Nase im Wind

Polizeikommandant Léon Borer wünschte den jungen Polizeiangehörigen viel Glück und Erfolg in ihrem zweiten Beruf. In seiner Ansprache befasste er sich mit der "Nase": "Ohne Zweifel haben Sie vor ungefähr zwei Jahren Ihre junge unverdorbene Nase in den Wind gesteckt, weil Sie eben nicht auf die Nase gefallen sind. Sie wollten weiter sehen als bis zur Nasenspitze. Vielleicht hatten Sie von Ihrem früheren Beruf die Nase gestrichen voll, vielleicht haben Sie sich selber an Ihrer Nase genommen, um zu neuen Ufern aufzubrechen. Ich kann Ihnen versichern, Sie sind im Polizeidienst auf eine gute Nase angewiesen. Polizisten sind aber nicht überall beliebt und vice versa - auch Ihnen werden nicht alle Nasen gefallen. Sie werden erleben, wie gewiefte Kunden versuchen, Sie an der Nase herumzuführen. Ich wünsche mir Nachwuchs, welcher der Kundschaft immer eine Nasenlänge voraus ist, d.h. die richtige Nase am richtigen Ort hat. Geben Sie nicht auf, wenn plötzlich eine Türe vor Ihrer Nase zugeschlagen wird. Sie, liebe Aspirantinnen und Aspiranten, haben mit Ihren 31 - nun ausgebildeten - Nasen das Potenzial, immer auf etwas zu stossen, was den Kanton Aargau sicherer macht."