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Mülligen/A1: Mit gravierenden Mängeln gestoppt

Bei einer gezielten Kontrolle des Schwerverkehrs zog die Kantonspolizei am Mittwoch vier Last- und Lieferwagen aus dem Verkehr. Dabei zeigten sich gravierende technische Mängel.

Die Kantonspolizei Aargau führte die Kontrolle am Mittwochmorgen, 25. September 2013, auf der A1 bei Mülligen durch.

Im Verlauf des Vormittags kontrollierten die Polizisten ein ausländisches Sattelmotorfahrzeug mit einem Gesamtgewicht von 40 Tonnen. Dessen Anhänger war mit Marmorsteinen beladen. Bereits vor Ort stiessen die Polizisten auf gravierende Mängel an den Bremsen des Anhängers. Als Polizei und Fachleute diesen beim Strassenverkehrsamt genau unter die Lupe nahmen, bestätigte sich, dass die vorgeschriebene Bremsleistung des Aufliegers stark unterschritten war. Zu denken gab dabei die Tatsache, dass die sicherheitsrelevanten Mängel nicht auf Verschleiss, sondern auf eine bewusste Demontage wichtiger Bestandteile der Bremsanlage zurückzuführen waren. Die Gründe dafür sind noch unklar. Entsprechende Ermittlungen sind im Gange. Die Kantonspolizei legte Sattelschlepper und Anhänger still.

Ebenfalls aus dem Verkehr gezogen wurde ein in der Schweiz eingelöster schwerer Anhängerzug. Bei diesem wies das Zugfahrzeug einen defekten Kompressor auf. Dadurch konnte der Anhänger nicht mehr mit Druckluft für die Bremsen gespeist werden. Der Chauffeur «löste» das Problem, indem er das Bremsventil des Anhängers kurzerhand so einstellte, dass dieser völlig ungebremst mitrollte.

Wegen ungenügender Bremsleistung und in einem Fall zusätzlich wegen Übergewichts zog die Kantonspolizei zwei weitere Anhängerzüge aus dem Verkehr.

Im übrigen verzeigte die Kantonspolizei die Lenker weiterer vier Fahrzeuge wegen Übergewichts, technischer Mängel und Widerhandlungen gegen die Arbeits- und Ruhezeitverordnung.

Die Kantonspolizei Aargau führt solche gezielten Schwerverkehrskontrollen im Interesse der Verkehrssicherheit regelmässig und im ganzen Kanton durch.