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Mellingen: Bestecksets zu Wucherpreisen verkauft

Ein unbekannter Hausierer schwatzte einer Seniorin auf offener Strasse Besteck auf. Sie bezahlte vor Ort mit ihrer Bankkarte und erkannte nicht, dass der Täter den Betrag verzehnfacht hatte. Die Polizei warnt vor solchen Händlern.

Auf dem Parkplatz vor einer Bankfiliale in Mellingen fing der Unbekannte die 69-jährige Frau am Freitagnachmittag, 10. Mai 2013, ab. Mit dem Hinweis, von einer Messe zu kommen, bot er ihr sechs Bestecksets sowie Pfannen feil - alles zum Preis von 200 Euro. Die etwas überrumpelte Frau liess sich zum Kauf ein, worauf ihr der Händler die Waren in den Kofferraum legte. Sie nahm auch sein Angebot an, bargeldlos zu bezahlen, wozu er ein mobiles Kartenlesegerät verwendete. Nachdem die Frau bezahlt hatte, verschwand der Unbekannte mit einem schwarzen Porsche Cayenne mit deutschen Kontrollschildern.

Wenig später beschlich die Frau ein dummes Gefühl, worauf sie den Stand ihres Bankkontos überprüfte. Mit Schrecken musste sie feststellen, dass nicht 200 Euro, sondern 2'500 Franken abgebucht worden waren. Offensichtlich hatte der Händler bewusst eine Null zuviel ins mobile Gerät eingetippt und so den Betrag verzehnfacht. Die Betroffene hat gestern bei der Kantonspolizei Aargau Anzeige erstattet.

Seit Frühlingsbeginn mehren sich die Meldungen über solche fliegenden Pfannenhändler wieder. Bei diesen ist grosse Vorsicht geboten, zumal es sich bei deren Waren meist um minderwertigen Ramsch handelt, die zu Wucherpreisen verkauft werden. Der Kantonspolizei Aargau sind zudem keine weiteren Fälle bekannt, bei denen diese Händler auch die bargeldlose Zahlung angeboten haben.