Hauptmenü

Alle KAPO-Medienmitteilungen

Lenzburg: Drei renitente Zugsreisende mussten festgenommen werden.

Drei unter Alkoholeinfluss stehende „Schwarzfahrer“, 2 Dominikaner und 1 Türke, verhielten sich zwischen Zürich und Lenzburg während der Billettkontrolle äusserst renitent. Es kam zu tätlichen Angriffen, wobei zwei Zugsreisende die dem Zugführer Hilfe leisteten verletzt wurden. Auf dem Bahnhof in Lenzburg konnten die drei Männer durch die alarmierte Polizei überwältigt und festgenommen werden, wobei auch zwei Polizisten verletzt wurden.


Am Samstagmorgen 21. September 2002, 08.20 Uhr, meldeten Zugsreisende über die Notrufnummer 117 eine Schlägerei im Schnellzug Zürich – Lenzburg. Sofort wurden Patrouillen der Kantons- und Regionalpolizei Lenzburg zum Bahnhof Lenzburg befohlen. Beim Eintreffen der ersten Patrouille auf dem Bahnhof fuhr der Schnellzug eben ein. Der Zugführer konnte den Polizisten sogleich die 3 Männer bezeichnen, die den Zug bereits verlassen hatten und sich auf dem Perron aufhielten. Zwei der Männer verhielten sich auch gegenüber den Polizisten sehr renitent und mussten in Handschellen gelegt werden. Dabei wurden die Polizisten beschimpft, mit den Füssen getreten, ange-spuckt und einer massiv in die Hand gebissen. Bei der Ausfahrt des Schnellzuges aus dem Bahnhof, schlug einer der Täter ohne Vorwarnung und gezielt mit den Füssen gegen einen Stadtpolizisten. Dieser wurde mit dem Rücken gegen den letzten Wagen des anfahrenden Zuges geschleudert und von diesem zu Boden gerissen, wobei er sich an der rechten Hand eine Verletzung zuzog. Als ein weiterer Schnellzug durch den Bahnhof fuhr versuchte er nochmals einen Polizisten gegen diesen Zug zu stossen, was ihm aber nicht mehr gelang.
Die drei Täter, zwei mit Wohnsitz im Kanton Solothurn und einer im Kanton Zürich, wurden auf Verfügung des Bezirksamtes in Untersuchungshaft genommen. Zudem wurde bei ihnen auch eine Blutprobe angeordnet.

Grund für die Auseinandersetzung im Zug zwischen Zürich und Lenzburg war der Umstand, dass das Trio ohne Billette, also als „Schwarzfahrer“ unterwegs war. Sie verhielten sich gegenüber dem Zugführer sehr renitent, worauf zwei Reisende diesem helfen wollten, was schlussendlich in massiven Tätlichkeiten seitens der „Schwarzfahrer“ endete. Dabei wurden die beiden Helfer verletzt. Sie und zwei Polizisten mussten sich in ärztliche Behandlung begeben.